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Greifswald Hanseyachts braucht dringend mehr Platz
Vorpommern Greifswald Hanseyachts braucht dringend mehr Platz
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00:01 14.09.2017
Die Auftragslage bei Hanseyachts ist so gut, dass weitere 350 Mitarbeiter eingestellt werden sollen. Aus diesem Grund muss dringend ein neuer Parkplatz gebaut werden. Quelle: Foto: Kai Lachmann

Die Hanseyachts AG wächst angesichts der guten Auftragslage weiter: Zu den derzeit 800 Mitarbeitern sollen weitere 350 Beschäftigte kommen. Das jedoch stellt das Unternehmen vor ein logistisches Problem. Viele Kollegen kommen von außerhalb mit dem Auto. Wo sollen sie parken? Das Unternehmen muss deshalb einen neuen Parkplatz bauen und könnte damit, so Geschäftsführer Sven Göbel vor dem städtischen Bauausschuss, gleich noch ein weiteres Problem mit lösen: „Auf dem jetzigen Mitarbeiterparkplatz müssen Büros und Sozialräume für die Mitarbeiter entstehen. Schon jetzt reicht der Platz für die Umkleideräume nicht aus. Zudem sitzt die Entwicklungsabteilung derart beengt, dass es wie in einer Sardinenbüchse anmutet“, berichtete er.

Zwei-Stufen-Ausbau

1150 Mitarbeiter – auf diese Zahl will das Greifswalder Bootsbauunternehmen die Mitarbeiter aufstocken. Derzeit zählt Hanseyachts 800 Beschäftigte.

500 Fahrzeug-Stellflächen sind in einer ersten Ausbaustufe auf dem neuen Parkplatz vorgesehen, 290 Stellflächen sollen im zweiten Abschnitt dazukommen.

Der neue Parkplatz soll nördlich der Ladebower Chaussee zwischen der ehemaligen Deponie und den angrenzenden Kleingartenanlagen „Rosental“ und „An der Saline“ entstehen. Das Areal gehört der Stadt und wird langfristig an die Hanseyachts AG verpachtet. Dafür wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Die Fläche ist sogenanntes Dauergrünland (Weide) und wurde im Zuge einer Machbarkeitsstudie als geeignetste Variante festgelegt, da sie außerhalb von Schutzgebieten liegt und nicht dem gesetzlichen Biotopschutz unterliegt. Aus genau diesem Grund scheidet ein Standort aus, der sich westlich ans Werftgelände anschließt. Auch eine Ausdehnung in östliche Richtung ist nicht möglich, dort liegt der Polder Eisenhammer, der als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Sperrwerks renaturiert wird. Ein Parkhaus auf dem Werftgelände ist wegen der maximal zulässigen Höhen ebenfalls nicht zulässig.

Wie Göbel erklärte, wurde auch die Möglichkeit eines Shuttleverkehrs geprüft. Wegen der Taktzeiten der verschiedenen Produktionsstätten ließe sich die Idee nicht umsetzen. „Außerdem wohnen viele Mitarbeiter im Umland und fahren täglich bis zu 80 Kilometer zur Arbeit. Die müssen mit dem Auto kommen, wobei sich auch da schon vielfach Fahrgemeinschaften gebildet haben. Der jetzige Parkplatz hat nicht genügend Stellfläche“, so Göbel. Die Frage von Ulrich Bittner (Grüne), warum sich Hanseyachts nicht nach Ladebow ausdehne, sondern am Standort festhalte, beantwortete der Werftchef mit einem „Das ist für uns keine Option.“

Die künftige Verkehrsfläche soll, geht es nach dem Willen der Stadt, in zwei Stufen ausgebaut werden. Zunächst entsteht Platz für 500 zu parkende Autos. Später sollen noch einmal 290 Stellflächen dazukommen. Am Wochenende soll der Platz öffentlich nutzbar sein. Der neue Parkplatz wird nicht voll befestigt. „Wir brauchen nur die Befahrbarkeit“, sagte Göbel. Für die innere Gliederung sind Grünflächen vorgesehen. Erhalten bleiben soll unbedingt der Baumbestand entlang der Zufahrt zur Kleingartenanlage „Rosental“.

Der Bauausschuss stimmte geschlossen für die Aufstellung des Bebauungsplanes. „Es freut uns alle, dass Hanseyachts eine so gute Auftragslage hat und wieder ordentlich Fahrt aufgenommen hat“, betonte Jörn Kassbohm von den Linken. Auch Ausschussvorsitzende Monique Wölk (SPD) resümierte, dass der geforderte Parkplatz ein Zeichen der guten wirtschaftlichen Situation von Hanseyachts sei. Daher stehe der Ausschuss dem Wunsch positiv gegenüber.

Cornelia Meerkatz

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