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Harte Männer duellieren sich beim Rugbysport

Sport Harte Männer duellieren sich beim Rugbysport

Die Greifswalder gewinnen ein international besetztes Turnier. Das entscheidende Spiel gegen Kaskada Stettin geht mit 30:10 an die Schützlinge von Hieronymus Jacker.

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Voller Einsatz beim Kampf um das „Ei“. Der Rugbysport erfreut sich in Greifswald einer immer größeren Beliebtheit. Die Hansestädter gewannen am Wochenende ein international besetztes Turnier. Fotos (2): Werner Franke

GreifswaldRugby. Der Rugbysport in Greifswald befindet sich auf dem Vormarsch. Immer mehr Studenten begeistern sich für den körperbetonten Zeitvertreib.

Mittlerweile starten die Hansestädter als Spielgemeinschaft mit Ruggern (Kurzform für Rugbyspieler) aus Rostock und Wismar in der Verbandsliga Nord. Am Wochenende trafen sich Teams aus Greifswald, Wismar, Rostock und dem polnischen Stettin in Greifswald. Bei dem Freundschaftsturnier behielten die Gastgeber um Teamkapitän Hieronymus Jacker die Oberhand und gewannen.

Als Tammo Meyer im Jahr 2004 begann, an der Universität in Greifswald zu dozieren, brachte er nicht nur ein fundiertes Fachwissen in Geologie aus Berlin mit, sondern auch seine Begeisterung für den Rugbysport. Im gleichen Jahr bot er erstmals den Hochschulsportkurs Rugby an. Heute ist der Kurs in jedem Semester mit 40 Teilnehmern ausgebucht.

Seit 2010 ist Hieronymus Jacker Leiter des Kurses. „Wir sind kein eingetragener Verein, sondern Teil der Uni. Wir bezeichnen uns gerne als Enthusiastengruppe“, so der 30-jährige Lehramtsstudent.

Enthusiasmus ist womöglich auch nötig, um sich an den körperbetonten Sport heranzuwagen. Ziel des Spiels ist es, den Ball in die gegnerische Hälfte zu transportieren und in einem bestimmten Teil abzulegen. Der Ball darf nur nach hinten gepasst werden. Dabei ist es erlaubt, den Gegner mit Einsatz der Arme niederzuringen. Anders als beim American Football wird auf dem Boden weitergespielt.

„Rugby ist keine wilde Rauferei, sondern durch ein komplexes Regelwerk organisierter Mannschaftssport“, so Jacker. „Im Grunde ist Rugby nicht annähernd so gefährlich wie beispielsweise Fußball, weil die Körperkontakte nie bei voller Geschwindigkeit auftreten“, relativiert Jacker. Trotzdem zählen reißfeste Kleidung und ein Mundschutz zur Grundausrüstung.

Hieronymus Jacker begann 2006 in seiner Heimat Berlin Rugby zu spielen. „Ein Freund nahm mich mal zu einem Probetraining mit, seitdem hat mich der Sport nicht mehr losgelassen“, berichtet er. Seit 2010 leitet er den Hochschulsportkurs. „Wir trainieren eigentlich ganzjährig, wenn die Plätze frieren, arbeiten wir in der Halle an unserer Athletik“, berichtet der Übungsleiter. Die meisten Hochschulsportler beginnen als Quereinsteiger Rugby zu spielen. „Am schwierigsten ist es, als unerfahrener Spieler zu verinnerlichen, dass man den Ball nur nach hinten spielen darf“, so Jacker zu den Schwierigkeiten.

Auch der 22 Jahre alte Falk Hertzschuch begann sich mit seinem Studium in der Hansestadt für den Sport zu interessieren. „Ich wollte etwas neues ausprobieren. Der Spaß am Sport und die tolle Stimmung in der Mannschaft sind einzigartig“, so Hertzschuch. Die Greifswalder Hochschul-Rugger treten seit 2009 zusammen mit den Dierkower Elchen aus Rostock und den Wismarer Freibeutern als Spielgemeinschaft an. In der Verbandsliga messen sie sich mit Teams aus Hamburg, Bremen und Lübeck.

Die Sportart Rugby
Rugby entstand im 19. Jahrhundert in England. Von 1900 bis 1924 war die Sportart Bestandteil der Olympischen Spiele. Ab 2016 in Rio de Janeiro wird Rugby wieder vertreten sein. Führende Nationen sind Neuseeland, Australien, Südafrika und Argentinien sowie Frankreich, England, Wales, Irland, Schottland, Italien. Auch in den ozeanischen Ländern Fidschi, Samoa und Tonga ist Rugby der Nationalsport.

 



Chris-Benjamin Beling

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