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Greifswald Heimstatt für kleine Sonnenkäfer
Vorpommern Greifswald Heimstatt für kleine Sonnenkäfer
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00:01 15.04.2017
Sooo süß: Der Sonnenkäferchor der Kita „Makarenko“ tritt auch im Wohngebiet oder im Seniorenheim auf. FOTOS (6): PETER BINDER

Kindertagesstätte im XXL-Format und doch familiäre Atmosphäre – das sind Markenzeichen der Kita „Makarenko“. 190 Kinder werden in der größten Greifswalder Kita in Schönwalde II betreut. Die Einrichtung des städtischen Eigenbetriebes „Hansekinder“ öffnet morgens bereits 5.45 Uhr und abends werden die letzten Kinder um 20.30 Uhr abgeholt.

In der Kita „A.S. Makarenko“ geht es laut und fröhlich zu und oft auch auf Entdeckungsreise

Leiterin Britta Stahlhut bestätigt, dass gerade dieses Angebot sehr gut angenommen werde: So würden von den 130 Kindergartenkindern ein Drittel der Eltern die flexiblen Öffnungszeiten nutzen können.

Bei den 60 Krippenkindern seien es 28 Eltern, die dadurch ihren Beruf ausüben können. Dazu gehörten neben Ärzten und Schwestern aus dem Uniklinikum auch Verkäuferinnen und Friseurinnen. Um Kindern und Eltern in den Randzeiten Stabilität zu geben, ist es dem Eigenbetrieb gelungen, dass in der Zeit von 17.30 bis 20.30 Uhr immer die gleiche Erzieherin vor Ort ist. Das finde großen Zuspruch.

„Dennoch bleibt bei uns kein Kind länger als zehn Stunden in der Kita“, versichert die Leiterin.

Zum Team der Kita „Makarenko“ gehören 25 Erzieherinnen und drei Erzieher, zwei Küchenfrauen, Reinigungspersonal und ein Hausmeister, der in dem fast 40-jährigen Haus – die Kita wurde 1978 gebaut – immer etwas zu tun hat. Doch obwohl eine Sanierung dringend not tut, strahlt das ganze Gebäude Fröhlichkeit und Geborgenheit aus. „Bei uns macht es die Mischung. Das trifft nicht nur auf die Altersstruktur der Mitarbeiter zu, wo wir von ganz jung bis erfahren alles dabei haben. Auch die Kinder kommen aus verschiedensten sozialen Schichten. Alle fühlen sich hier wohl“, erläutert Britta Stahlhut. Die lange Warteliste für einen der Betreuungsplätze belege das.

Das pädagogische Konzept der Kita basiert ebenfalls auf einer Mischung. Die Kinder können zwischen Angeboten frei wählen. In der Kreativ- und Malwerkstatt können die Größeren malen, schrauben, hämmern, sägen, für die Kleineren gibt es das Bällebad. Jede Etage hat Bewegungsräume, und es gibt einen Entspannungsraum. „Ganz stolz sind wir auf eine Krippen- und eine Kindergartenbibliothek, die mit Unterstützung der Stadtbibliothek entstanden sind“, berichtet Stahlhut. Und dann gibt es Projektarbeit für alle, zum Beispiel zum Thema „Wie entsteht aus Getreide Brot?“. Besonders beliebt bei den Knirpsen sind Entdeckungsreisen, so in den Botanischen Garten, ins Pommersche Landesmuseum, in die Stadtbibliothek, in die Teddyklinik oder zur Busschule. „Zur Vorbereitung der Kinder auf die Schule nehmen die Großen in der nahen Weinert-Grundschule am Sport teil und dürfen auch mal in eine Unterrichtsstunde hineinschnuppern“, erzählt die stellvertretende Leiterin Sylke Franz.

Sie verweist zudem auf die Hilfe durch andere Partner. Eine davon ist Erika Wolfien, die alle zwei Wochen als Lesepatin in die Kita kommt. „Die Kinder werden von ihr toll ans Lesen und an Bücher herangeführt“, schwärmt Stahlhut. Ein Projekt sorgt schon seit Jahren für Zuspruch weit über die Kita hinaus. Es ist der „Sonnenkäferchor“ unter Leitung von Heike Gräfe, der bei Festen und Feiern in der Einrichtung auftritt, aber auch im Kursana Domizil, im Möwencenter, beim Stadtteilfest in Schönwalde II, in der Seniorenresidenz und beim Adventssingen im Humboldtgymnasium gern gesehen ist.

Stolz ist das Team der „Makarenko“-Kita auf seinen Elternrat. „Wir bekommen nicht nur Hilfe bei Festen, sondern lernen auch die Berufe der Eltern kennen. Und es gibt Arbeitseinsätze, außerdem helfen Eltern mit, Weihnachts- und Osterbasare zu organisieren, die riesigen Zulauf haben“, schildert Britta Stahlhut. Elternratsvorsitzende Manuela Heyer kann über die Kita nur Positives berichten: „Die Kinder fühlen sich wohl und wir Eltern auch, weil uns das Erzieher-Team in alle Entscheidungen einbezieht. Da kommen viele Erfahrungen zusammen, die sich in der tollen Projektarbeit zeigen“, sagt sie. Die Makarenko-Kita sei für die Kinder die allerbeste – „wer hat schon einen eigenen Kletterwald oder ein Theatrium?“, so Heyer.

Beides befindet sich auf dem großzügigen Außengelände der Kita, das fast 1000 Quadratmeter umfasst. Jede Altersgruppe hat dort ihren eigenen Bereich. 2011 wurde mit der Sanierung begonnen, für den Kindergarten-Bereich flossen 2013 sogar EU-Fördermittel. Deshalb ist er zugleich auch Wohngebietsspielplatz und am Wochenende geöffnet. „Eine tolle Lösung, es gab noch nie nennenswerten Vandalismus“, berichtet die Leiterin.

Pädagogisches Konzept

Mischung aus frei wählbaren Angeboten und Projektarbeit: Die Kinder können sich allein in der Mal-Kreativwerkstatt betätigen, den Bewegungsoder den Entspannungsraum aufsuchen, in die die Krippen- und die Kindergartenbibliothek gehen. An der Projektarbeit nehmen alle teil. Besondere Freude haben die Kinder an den Entdeckungsreisen in den Botanischen Garten, ins Museum, zur Busschule oder in die Teddyklinik. Beliebt sind neben dem Toben auf dem riesigen Freigelände der Kletterwald und Aufführungen im Theatrium.

Elternbeiträge

Ganztagsplatz Krippe (bis zu 10 Stunden): 350,29 Euro und 355,15 Euro bei Nutzung der verlängerten Öffnungszeiten (Bürgerschaft hat die Summen auf 300 Euro begrenzt) Teilzeitplatz Krippe (bis 6 Stunden): 222,71 Euro Halbtagsplatz Krippe (bis 4 Stunden): 160,76 Euro Ganztagsplatz Kindergarten: 183,90 Euro und 189,57 Euro (verl. Öffnung) Teilzeitplatz Kindergarten: 124,08 Euro Halbtagsplatz Kindergarten: 95,40 Euro

Elternrat

Gewählte Vertreter aus allen elf Gruppen bilden den Elternrat der Einrichtung. Es finden regelmäßige monatliche Treffen des Gremiums statt, wo gemeinsam mit den Erziehern und der Kita-Leitung beraten wird. Die Elternvertreter geben Unterstützung bei Festen und Feiern sowie öffentlichen Auftritten des Chores. Sie organisieren selbstständig Oster- und Weihnachtsbasare, stellen ihre Berufe in der Kita vor. Außerdem kommen sie regelmäßig zu Arbeitseinsätzen auf dem Außengelände der Einrichtung.

Plätze und Öffnungszeiten

190 Plätze hat die Kita „Makarenko“, davon 60 in der Krippe und 130 im Kindergarten. Für die Krippenkinder, die bald die Einrichtung besuchen sollen, gibt es eine Krabbelgruppe.

28 Erzieher aller Altersstufen umfast das Team, davon sind 25 Frauen und drei Männer. Es finden regelmäßig Fortbildungen statt.

Geöffnet hat die Kita von 5.45 Uhr bis 20.30 Uhr. Die flexiblen Öffnungszeiten (Randzeitenbetreuung) wird von 28 Eltern mit Krippenkindern und 49 Eltern mit Kindergartenkindern genutzt.

Cornelia Meerkatz

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