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„Heute wird es Medaillen regnen“

Adelaide „Heute wird es Medaillen regnen“

Greifswalder mischen in Australien die Drachenboot-Konkurrenz auf und sichern sich drei Weltmeistertitel

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Greifswalder Weltmeister unter sich: Mario Braatz, Frank Maahs, Trommelfrau Claudia Haupt und Hartmut Ohlrich (v.l.n.r.) präsentieren stolz ihre medaillenbehangenen Hälse. Fotos (2): Jens Brosemann

Adelaide. „Heute wird es Medaillen regnen.“ Ob Mario Albrecht, Mannschaftskapitän des Teams „Arabros“ vom Greifswalder Ruderclub Hilda 1892, einfach einen Spaß machen wollte oder aber um die Leistungsstärke seiner Leute wusste, sei dahingestellt. Fest steht: Er sollte mit seiner Vorhersage Recht behalten. Die Prenzlauer Uckerdrachen starteten mit der Hilfe von drei Greifswalder Sportlern und Trommlerin Claudia Haupt bei den Club-Crew-Weltmeisterschaften im australischen Adelaide und sicherten sich neben drei Weltmeistertiteln auch einmal Silber und drei Bronzemedaillen.

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Greifswalder mischen in Australien die Drachenboot-Konkurrenz auf und sichern sich drei Weltmeistertitel

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Das ist ein toller Erfolg für den Verein.“Jens Brosemann, Ruderclub Hilda

Albrecht selber war nur als moralische Unterstützung mit nach Down Under gereist. Der sonstige Kapitän der Wasserathleten ist noch nicht alt genug, um bei den Senioren (Ü 40) mitfahren zu dürfen. Das taten dafür aber Frank Maahs (48), Hartmut Ohlrich (44) und Mario Braatz (48). Dass die drei Paddler mit Trommlerin Haupt überhaupt zusammen mit den Uckerdrachen an den Start gehen konnten, ist einer über Jahre entstandenen Freundschaft zwischen beiden Teams zu verdanken. „Wir haben uns bei zahlreichen Regatten kennen- und schätzen gelernt. Beim Greifswalder Drachenbootfest 2013 sind wir erstmals mit gemeinsamen Teams an den Start gegangen“, gibt Abteilungsleiter Jens Brosemann zu Protokoll. Durch ihren Sieg bei den Deutschen Meisterschaften konnte sich das Team für die Club-Weltmeisterschaft qualifizieren. Doch als Favorit ging das Boot keineswegs an den Start. „Nachdem das Team im vergangenen Jahr Zweiter bei der Europameisterschaft wurde, haben wir eigentlich nicht mit so einem guten Ergebnis rechnen können“, so Brosemann. Vor allem die außereuropäischen Teams aus Kanada und von den Philippinen würden die Weltspitze dominieren und eigentlich immer um den Sieg mitfahren.

Umso höher ist nun der Sieg des Teams einzuschätzen. Und der kommt nicht von ungefähr. „Wir haben extrem viel Zeit und Energie aufgewendet, um dieses Ziel zu erreichen“, berichtet Abteilungsleiter Brosemann. Neben den harten Trainingseinheiten im Kraftraum fraßen die drei Greifswalder sogar im Winter bei Minusgraden zahlreiche Kilometer auf dem Ryck. In der weiteren Vorbereitung wurde ein Trainingslager der Greifswalder und Prenzlauer Vereine mit über 60 Teilnehmern in Schwedt durchgeführt. In Australien wurde sich dann noch der letzte Feinschliff geholt.

Neben dem sportlichen Aufwand mussten die Starter auch drei Wochen ihres Jahresurlaubs und die Kosten für Flüge und Unterkunft stemmen. Die sieben Medaillen sind letztlich eine schöne Bestätigung für den Fleiß. „Trotzdem war das in dieser Art und Weise nicht zu erwarten und ist ein toller Erfolg für den ganzen Verein“, so Brosemann. In diesem und im Drachenbootsport überhaupt tut sich also eine Menge. „Man sieht durch diesen Erfolg, dass man diesen Sport nicht nur als Hobby, sondern wenn man ihn ernsthaft angeht, auch überaus erfolgreich bestreiten kann“, kommentiert Brosemann.

Damit das auch in Zukunft so weitergeht, unterhält der Ruderclub Hilda seit einiger Zeit ein Nachwuchsteam. Brosemann hofft, dass sich durch die jüngsten Titel und Platzierungen noch mehr Kinder und Jugendliche für den Sport interessieren und letztlich zu einem Training erscheinen. Auch erwachsene Interessenten können sich melden. Die Medaillenjäger befinden sich mittlerweile auf dem Rückweg.

Ihre Ankunft in der Hansestadt wird heute erwartet.

Von Chris-Benjamin Beling

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