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Greifswald Hier soll das Ego sich zurückhalten

Lubminer Schule bietet familiären Umgang an / ab nächstem Schuljahr werden Tablets eingesetzt

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Ich will Erzieherin werden. Die Berufsberatung hat mir Fragen beantwortet und war lehrreich.Grit Rehball (16), 9. Klasse

Greifswald. In Lubmin liegt die Regionale Schule „Am Teufelstein“. Die Buslinie 518 bringt den Großteil der 168 Schüler in das 20 Kilometer von Greifswald entfernte Seebad. Die Jugendlichen kommen aus den umliegenden Gemeinden, einige aus Wolgast, 31 aus Lubmin.

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Lubminer Schule bietet familiären Umgang an / ab nächstem Schuljahr werden Tablets eingesetzt

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Lehrer: IQ MV bildet fort

An der Schule arbeiten 14 Lehrer, die an schulinternen Fortbildungstagen und Fortbildungen des Instituts für Qualitätssicherung Mecklenburg-Vorpommern (IQ MV) teilnehmen. Lehrer besuchten unter anderem Fortbildungen zum Thema Tablets im Unterricht. Zudem arbeiten eine Referandarin und eine Schulsozialarbeiterin an der Schule. Letztere hilft bei Problemen der Schüler und organisiert die Schülerzeitung mit.

Schulnavigator

Die OZ präsentiert im Schulnavigator alle weiterführenden freien und staatlichen Schulen in Greifswald und der Umgebung.

Bisher sind erschienen: Schlossgymnasium Gützkow, Ostseegymnasium, FreieWaldorfschule, Montessori- und Caspar-David-Friedrich- Schule, Jahn- und Humboldtgymnasium, Fischer- und Martinschule, die Boddenschule in Neuenkirchen und die Arndtschule.

Hier ist Bernd-Ulrich Knorr (58) Schulleiter. Eine kleine, ländliche Bildungsstätte hat Vorteile, sagt er. Sie sei fast familiär, der enge Kontakt fördere einen offenen Umgang und die Tür zum Lehrerzimmer stehe immer offen. Das entspreche nicht dem gesellschaftlichem Trend. „Die Gemeinschaft ist nicht mehr so wichtig. Zuerst kommt das Ego, dann lange nichts und dann der andere“, sagt Knorr. Hinzu komme ein schnelllebiger Alltag mit Smartphones und ständiger Medienverfügbarkeit. Dem sollte Schule etwas entgegensetzen.

In Projekten wie zum Beispiel der Schülerzeitung „Teufelstein“ lernen Schüler, anders als im Frontalunterricht zu arbeiten. Sie müssen gemeinsam Lösungen für Probleme finden und können kreativ tätig werden, so wie im „Bouraniprojekt“. Über zwei Wochen lang wurde das Lied „Astronaut“ von Andreas Bourani und Sido in Deutsch, Kunst und Musik interpretiert. Heraus kamen unter anderem Collagen über Armut, Globalisierung und Raumfahrt. In verschiedenen Gruppen zu arbeiten, mache toleranter, meint Bernd-Ulrich Knorr. „Die innere Einstellung, die anderen als wertvoll zu betrachten, ist ein wichtiger Teil der Persönlichkeit“, stellt er fest.

Auch die Medienbildung über Smartphone und Fernsehen gehört zum Lehrprogramm. Dabei wird die Glaubwürdigkeit von Beiträgen im TV mit Schülern besprochen. Ab dem Schuljahr 2017/18 werden in dem mit WLAN ausgestatteten Haus ab der 7. Klasse auch Tablets genutzt, jeder Schüler muss dann eins haben. Eltern haben beim Kauf freie Wahl, einzig das Betriebssystem Windows und Unterrichtsprogramme müssen auf den Geräten laufen. So können Eltern selbst entscheiden, wie viel Geld sie ausgeben. Damit unterscheidet sich die Schule von vielen anderen Schulen in Greifswald, die auf iPads der Firma Apple setzen, die ein anderes Betriebssystem haben. Die Tablets sollen zunächst in Deutsch, Mathematik, Physik und Geografie eingesetzt werden. „Terra“, ein Onlineprogramm, stellt ergänzend zum Schulbuch Infomaterialien, Internetverweise oder aktuelle Fallbeispiele bereit.

Die Regionale Schule bietet die Berufliche und die Mittlere Reife an. Wer welchen Kurs auf welchem Niveau gemacht hat, wird auf dem Zeugnis vermerkt. In der Berufsvorbereitung setzt die Schule auf Schülerpraktika, Berufsmessen und Beratung vor Ort. Ungefähr alle sechs Wochen lädt eine Berufsberaterin vom Arbeitsamt Neunt- und Zehntklässler ein, die auch ihre Eltern zum Gespräch mitbringen können. Im AWT-Unterricht werden in der 8. und 9. Klasse Vorstellungsgespräche geübt und Stärken und Schwächen analysiert. Neuntklässler absolvieren außerdem den Berufseignungstest im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur. Zudem stehen in der 8. und 9. Klasse Betriebspraktika an. Zehntklässler müssen keines absolvieren, können sich jedoch auf eigenen Wunsch dafür freistellen lassen. Ein Schüler tat das im letzten Jahr.

Essen: Priko-Agrar GmbH liefert

Jeden Tag wird Essen für 2,05 Euro angeboten. Ein vegetarisches Angebot gibt es nicht, stattdessen steht Hausmannskost auf dem Plan. Das Essensgeld wird jeden Montag im Voraus kassiert. Eine Abmeldung ist am Ausgabetag bis 8 Uhr möglich. In der Schülermensa können 50 Personen essen. Gegessen wird nach Unterrichtsschluss um 13 Uhr, so dass Schüler das Schulgelände verlassen können - ein Supermarkt ist in der Nähe.

Förderangebote: Zweitlehrer helfen

Falls ein Schüler oder eine Gruppe von Schülern Probleme mit dem Unterrichtsstoff hat, kann ein zweiter Fachlehrer diese Schüler im Unterricht betreuen. Bei Bedarf können auch einzelne Jugendliche oder Gruppen außerhalb des Unterrichts fachlich gefördert werden. Für die Lernstärkeren gibt es zusätzliche, schwerere Augaben im Unterricht. In Projektarbeiten können zudem offene Lernformen genutzt werden.

Ausstattung: guter Standard

Fachräume für Biologie, Geschichte, Sozialkunde, Informatik, Chemie, Physik, Geografie und Kunst stehen bereit. Die Aula wird für Versammlungen oder den Musikunterricht genutzt, sie ist mit einem Beamer ausgestattet. Schüler können einen Aufenthaltsraum und einen Medienraum mit Fernseher nutzen. Hinzu kommen ein Werkraum und eine Sporthalle. Direkt vor dem Schulgelände befindet sich eine Bushaltestelle.

Freizeitangebote: Sport und Kunst

Die Lubminer Schule ist eine offene Ganztagsschule, die Jugendlichen können freiwillig von Dienstag bis Donnerstag an Angeboten nach dem Unterricht teilnehmen. 89 tun das. Kurse dauern von 13.45 bis 15 Uhr. Das Computerkabinett wird genutzt, außerdem wird in der Keramikwerkstatt getöpfert. Linedance, Fußball, Basketball, Volleyball oder Handball oder Besuche im Motorsportzentrum Neuendorf gehören zum Sportangebot.

Christopher Gottschalk

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