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Historische Dokumente bei der Enkelin angekommen

Tutow Historische Dokumente bei der Enkelin angekommen

Über die OZ hat ein Tutower Nachfahren einer Rostocker Feldbahn-Firma gesucht – und gefunden

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Renate und Werner Kurth aus Tutow sind Hobbyforscher. Interessanten historischen Unterlagen gehen sie auf den Grund.

Quelle: Kai Lachmann

Tutow. Werner Kurth ist glücklich und zufrieden. Die Geschäftsbriefe und das alte Werbematerial der Rostocker Feldbahnfirma Conrad Jürges haben einen neuen Besitzer. Der Tutower hatte sie beim Aufräumen des Hauses seines verstorbenen Vaters gefunden. Die Dokumente sind zum Teil über 100 Jahre alt und spiegeln auch die Wirren des Ersten Weltkrieges und der Zeit der Inflation wider.

„Das ist einfach zu interessant, um es wegzuschmeißen“, fand er und kontaktierte die OZ. Sowohl in der Greifswalder als auch in der Rostocker Ausgabe erschien ein Artikel über die Firma, die Briefe und darüber, dass Kurth Nachfahren suchte, denen er die Unterlagen geben könne. „Mich haben etliche angerufen“, sagt er. Vor allem aus Rostock meldeten sich Menschen, die den Artikel gelesen hatten und weitere Details über die Firma zu berichten wussten. „Es meldete sich auch eine Frau, die über 20 Jahre lang in der Firma gearbeitet hatte“, erzählt Kurth. „Bis 1978. Damals war das Unternehmen aber schon in ,Baumechanik Nord‘ umbenannt worden.“ Diese Dame kannte auch die Enkelin des Firmengründers. Sie wohnt in Lübeck. Kurth rief an. „Ich musste die Frau erst mal davon überzeugen, dass ich nichts Böses von ihr will“, berichtet er. Sie unterhielten sich über die Dokumente, und dass Kurth sie gerne abgeben wollte. „Sie hat mich gefragt, was ich dafür haben will. Aber ich will nur, dass sie jemand bekommt, der einen Bezug dazu hat“, so der Finder. Vor rund einer Woche kamen die Dokumente in Lübeck an. „Die Frau hat sich sehr gefreut.“

Im Zuge der Suchaktion erfuhr Kurth weitere Details über die Feldbahnfirma – und dass es ein Museum für diese historischen Gefährte in Bad Schandau gibt. „Wenn die Dame aus Lübeck die Unterlagen nicht behalten möchte, kann sie sie sonst auch dorthin schicken.“ Wo die Papiere letztlich landen, ist Kurth nicht so wichtig. „Hauptsache, sie sind in guten Händen.“ kl

OZ

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