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Greifswald Hochwasser kappt Biberdamm an der Ziese
Vorpommern Greifswald Hochwasser kappt Biberdamm an der Ziese
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00:00 07.02.2017
Die Situation an der vielbefahrenen Straßenbrücke im Januar. Inzwischen ist der Wasserstand der Ziese wieder etwas gefallen. Quelle: Foto: Tom Schröter

Die Gefahr scheint einstweilen gebannt: Der Staudamm, den ein Biber im Bereich der Ziesebrücke vor Wolgast angelegt hatte, hat auf natürliche Weise seine Funktionsfähigkeit verloren. Wie berichtet, hatte der Wasser- und Bodenverband Insel Usedom-Peenestrom Anfang Januar beim Landkreis einen Antrag auf Beseitigung des Staudamms gestellt, der von einem Biber unmittelbar neben der Straßenbrücke errichtet worden war, über welche die Bundesstraße 111 verläuft.

In Folge des Rückstaus der Ziese waren abzweigende Gräben und angrenzende Wiesen überflutet und Schäden an den Deichanlagen registriert worden. Nun teilt Verbandsingenieur Uwe Fleischer mit, dass das jüngste, durch eine Sturmflut ausgelöste Hochwasser den Biberdamm größtenteils fortgespült habe. Infolgedessen sei der Wasserstand der Ziese wieder auf ein vertretbares Maß gefallen.

Laut Fleischer hat der Biber die betreffende Stauvorrichtung während des trockenen Sommers 2016 angelegt. Angesichts der sich abzeichnenden Folgen habe der Wasser- und Bodenverband 2016 erstmals beim Landkreis eine Genehmigung beantragt, in das Geschehen einzugreifen. „Wir hatten einen starken Rückstau der Ziese vom Peenestrom bis nach Rubenow“, schildert Fleischer. Der Antrag sei aber mit der Begründung, wonach das Schutzgut Wiese geringer einzustufen sei als das Schutzgut Biber, abgelehnt worden.

Der erneute Antrag von Januar 2017 hingegen hatte aus Sicht des Verbandes Erfolg. „Uns wurde gestattet, den Damm um 50 Zentimeter abzutragen“, berichtet Fleischer. Den Großteil habe das Hochwasser erledigt. In den Randbereichen sei die Höhe des Biberdamms per Hand reduziert worden. „Am Deich haben wir erhebliche Schäden. Die können wir aber erst beheben, wenn wir mit unserer Technik an Ort und Stelle kommen. Zurzeit ist der Untergrund noch zu stark aufgeweicht.“ Tom Schröter

OZ

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