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Hoffnung für Campingplatz: OB trifft Investor

Greifswald Hoffnung für Campingplatz: OB trifft Investor

Aktuelle Stunde der Bürgerschaft zum Tourismus brachte keine Einigung über den Verkauf städtischer Flächen / CDU erneuert Kritik am Verwaltungschef

Greifswald. Die Fronten bleiben auch nach der gestrigen aktuellen Stunde zum Tourismus in der Bürgerschaft verhärtet: Geht es nach der CDU und dem Ortsrat Eldena, soll die Stadt ihr Grundstück, das mitten auf dem Campingplatz „An der Dänischen Wiek“ liegt, verkaufen. Und zwar an Platz-Betreiber Carsten Becker, dem auch die umliegenden Flächen gehören.

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Aktuelle Stunde der Bürgerschaft zum Tourismus brachte keine Einigung über den Verkauf städtischer Flächen / CDU erneuert Kritik am Verwaltungschef

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Ob dieser Verkauf eine Mehrheit findet, ist aber ungewiss. Nachdem der Finanzausschuss dagegen votiert hatte, nahm Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) den Beschluss zum Verkauf wieder von der Tagesordnung der Bürgerschaft (die OZ berichtete).

Auf die angebotene Alternative Erbpacht will Becker aber nicht eingehen. In allen Gesprächen sei ihm der Verkauf versprochen worden, sagt er. Komme der nicht, werde es 2017 keinen Campingplatz mehr geben. Ob das nur eine Drohung ist, darüber wird kräftig spekuliert. Sicher ist: Eines der erfolgreichsten Touristenprojekte in Greifswald würde damit von der Bildfläche verschwinden. 12000 Übernachtungen und damit etwa ein Viertel aller Greifswalder Übernachtungen registrierte Becker in diesem Jahr. Würden diese Touristen 2017 wegbleiben, fielen nicht nur Einnahmen für Becker weg, sondern auch für Gastronomen und andere Händler in Greifswald.

Indessen gibt es neue Hoffnung auf eine Einigung: Wie der OB informierte, treffe er Becker am 19. Oktober zum Gespräch. Fassbinder rechtfertigte seine Entscheidung, den Beschluss zum Verkauf nicht der Bürgerschaft vorzulegen. „Ich bin sehr harmonieorientiert“, sagt er. Darum habe er Becker zum Gespräch über die künftige Entwicklung eingeladen. Der lehnte bisher ab, weil für ihn nur ein Kauf in Frage kommt. In dem Brief hatte der OB Becker zugleich angeboten, für das in der Mitte des Platzes gelegene Stadtgrundstück einen langfristigen Erbpachtvertrag abzuschließen. Keineswegs wolle er den Campingplatz schließen. Dass Becker vor kurzem ein Schild aufgestellt hat, mit dem er die Schließung 2017 ankündigt, bezeichnet der OB als „nicht förderlich“.

Richtung CDU sagte Fassbinder, dass diese den Verkaufsbeschluss längst auf die Tagesordnung der Bürgerschaft hätte setzen können. „Das machen wir auch“, kündigte Fraktionschef Axel Hochschild an – für den Fall, dass das nicht von der Verwaltung komme. Er kritisierte den Rückzug durch den OB. Bei anderen in den Ausschüssen umstrittenen Beschlüssen habe doch auch das Stadtparlament das letzte Wort, erinnerte er.

Marion Heinrich (Linke) betonte indes, dass die Bürgerschaft Carsten Becker nie einen Verkauf versprochen habe. Und ob zur Entwicklung des Campingplatzes ein Verkauf zwingend erforderlich sei, das sei gar nicht Thema der aktuellen Stunde zum Tourismus, meinte auch Luisa Heide (SPD).

Der Eldenaer und frühere SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Gustav Seils sah es anders. Er brach eine Lanze für den Verkauf. Seils war in den 1990er Jahren einer der Initiatoren des Campingplatz. „Ich bin nie von etwas anderem ausgegangen“, sagte er. Nur ein Verkauf sei im Sinne weiterer Investionen sinnvoll. Alle Gegenargumente könne er nicht nachvollziehen. Becker habe aus einem Unratlagerplatz einen „wunderbaren Campingplatz“ entwickelt.

Eckhard Oberdörfer

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