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Greifswald Holzfirma investiert 3,5 Millionen Euro
Vorpommern Greifswald Holzfirma investiert 3,5 Millionen Euro
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00:00 08.06.2017
Stresow-Siedlung

Erst vor dreieinhalb Monaten eröffnete das Holzunternehmen Schmidt & Thürmer in Bergen auf Rügen seine komplett erneuerte Niederlassung. Zwei Millionen Euro investierte die Firma in den Standort. Jetzt wird schon wieder kräftig gebaut: In Stresow-Siedlung, dem Stammsitz des Fachhandels, entstehen zwei große Maschinenhallen und eine große Lagerhalle mit einer Gesamtfläche von über 4250 Quadratmetern. „Die Investition beläuft sich auf etwa 3,5 Millionen Euro“, sagt Geschäftsführer Jörg Schmidt.

Ziel dieser Erweiterung sei eine Verlegung des Firmenstandorts Kemnitz nach Stresow-Siedlung. „Die Logistik ist derartig teuer und aufwändig geworden, dass wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben“, begründet der 63-Jährige die Entscheidung. Die firmeneigenen Kraftfahrer seien oft bis zu fünfmal täglich zwischen Kemnitz und Stresow mit Produkten unterwegs. Das solle ein Ende haben.

Deshalb werde der Kemnitzer Sitz voraussichtlich zum Jahresende aufgegeben, so der Chef. Damit habe Schmidt & Thürmer noch fünf Standorte: Neben Stresow und Bergen sind das Demmin, Neubrandenburg und Görke auf Rügen mit dem Sägewerk.

Mit Rückzug hat das nichts zu tun. Im Gegenteil. Das 1990 von Karl-Heinz Thürmer, Jörg Schmidt und dessen Vater in der kleinen Siedlung an der früheren Bundesstraße 96 gegründete Unternehmen ist stetig auf Wachstumskurs. Das Trio verstand es, Kundenwünsche schnell und zuverlässig zu erfüllen. An diesem Credo hat sich bis heute nichts verändert. Alles andere hingegen war und ist einem stetigen Wandel unterzogen. „Damals haben wir mit Bauholz angefangen“, blickt Schmidt zurück, „seit über zehn Jahren sind wir Vollsortimenter, be- und verarbeiten Holz mit einem hohen Grad an moderner Technologie.“ Heißt: Das Unternehmen liefert nicht nur Dachstühle und sonstige Produkte an gewerbliche und private Kunden, sondern hat auch den Markt der Bauelemente längst erobert. „Gerade haben wir in Bansin auf Usedom den Bau einer Hotelanlage komplett sichergestellt“, verdeutlicht Schmidt die Bandbreite der Leistungen. Das Konzept der Firma: Alles aus einer Hand.

Das erfordere ein zuverlässiges, motiviertes Team: Schmidt & Thürmer ist mittlerweile auf 115 Beschäftigte angewachsen. Zu den langjährigen Kollegen zählt beispielsweise Wilfried Fiedler, der dem Betrieb seit 24 Jahren angehört: „Das Klima stimmt, der Urlaub auch, und das Geld ist pünktlich auf dem Konto. Was will man mehr“, sagt er zufrieden.

Mit Inbetriebnahme der drei neuen Hallen gebe es möglicherweise auch weiteren Mitarbeiterbedarf, so Schmidt. Ab September werde wieder ausgebildet – drei Jugendliche starten den Weg zu Bürokaufleuten. Denn gute Fachkräfte würden gebraucht, bekräftigt der Chef, dessen Kunden bundesweit zu Hause sind. „Wir liefern fast jeden zweiten Tag nach Berlin, fahren nach Hamburg“, sagt er.

Doch die Kapazitäten der zwölf Fahrzeuge seien begrenzt. Weite Wege in den Süden werden deshalb von Speditionen übernommen.

In zwei Jahren will der Firmengründer in den wohlverdienten Ruhestand treten – mit ruhigem Gewissen. Deshalb ist der Nachfolger schon gefunden: Thürmer junior wird den Staffelstab übernehmen. „Das ist eine große Herausforderung und eine Perspektive, die nicht jeder hat“, sagt Hans-Jürgen Thürmer, der den Umgang mit dem Rohstoff Holz zunächst als Zimmerer von der Pike auf lernte. Weitere Stationen führten ihn schließlich nach Kemnitz, wo er mehrere Jahre als Vertriebschef des Unternehmens agierte. Heute ist der 42-Jährige Prokurist, sitzt in Stresow Tür an Tür mit Schmidt und verfolgt das Ziel, die Firma auch nach dessen Ruhestandsbeginn weiter zu entwickeln.

Die Voraussetzungen seien sehr gut, ist Thürmer gewiss. Zumal der Betrieb keinen Vergleich mit anderen zu scheuen braucht. Seit elf Jahren gehöre die Firma zum Verbund „Holzland“, einer Kooperation von über 280 selbstständigen Handelsunternehmen im deutschsprachigen Raum und Italien. Bei der Zusammenarbeit gehe es um Leistungen für Einkauf, Vertrieb, Marketing und Logistik. Thürmers Erfahrung in diesem Bündnis: „Ware liefern kann jeder. Aber in der Qualität, Schnelligkeit und mit der Flexibilität, wie wir sie bieten, macht uns so schnell keiner etwas vor.“

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