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Horrorunfall: Fahrerin war mit 1,65 Promille unterwegs

Groß Kiesow Horrorunfall: Fahrerin war mit 1,65 Promille unterwegs

Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat am Mittwochmittag die Ergebnisse des Ermittlungsverfahrens zum Unfall von Groß Kiesow (Vorpommern-Greifswald) bekanntgegeben. Am 6. August waren dort vier Menschen getötet worden.

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Bei einem Horrorunfall wurden am 6. August in Groß Kiesow vier Personen getötet. Das Auto war frontal an einen Baum geprallt.

Quelle: Tilo Wallrodt

Groß Kiesow. Bei einem der schwersten Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern wurden am 6. August in Groß Kiesow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vier Menschen, darunter zwei Niederländer, getötet und zwei weitere Personen lebensgefährlich verletzt. Nach Aussage des leitenden Oberstaatsanwaltes Sascha Ott war die 20-jährige Unfallverursacherin mit 1,65 Promille am Steuer unterwegs. Das hat die Staatsanwaltschaft Stralsund während des durchgeführten Todesermittlungsverfahrens festgestellt und am Mittwochmittag bekanntgegeben.

 

Der für fünf Personen zugelassene Unfallwagen, ein Skoda Octavia Kombi, war überbesetzt, denn es hatte auf dem Schoß des Beifahrers eine sechste Person Platz genommen. Lediglich die Fahrerin hatte in dem Auto einen Sicherheitsgurt angelegt. Zum Unfallhergang sagte Ott, dass der Wagen viel zu schnell innerorts unterwegs war und dann mit den Rädern auf der rechten Seite in den Randstreifen der Straße geraten war. In einer leichten Linkskurve sei das Auto dann frontal gegen einen Baum geprallt. Bremsspuren seien keine gefunden worden. Laut Dekra sei aber die Aufprallgeschwindigkeit deutlich unter 140 km/h gewesen. Bei diesem Tempo war die Tachonadel des Unfallwagens stehengeblieben – das hänge mit dem direkten Aufprall und möglichen Verformungen zusammen. Vermutet werde eine Geschwindigkeit von um die 80 km/h, weitere Untersuchungen dazu liefen noch.

Da es bei dem Horrorunfall keine objektiven Hinweise auf Fremdverschulden gebe und die Fahrerin getötet wurde, erhebt die Staatsanwaltschaft keine Anklage. Die beiden lebensgefährlich Verletzten aus den Niederlanden liegen nach wie vor auf der Intensivstation des Greifswalder Klinikums und sind nicht vernehmungsfähig.

Cornelia Meerkatz

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