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Greifswald Darum kreisen Hubschrauber über Lubmin
Vorpommern Greifswald Darum kreisen Hubschrauber über Lubmin
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07:22 06.11.2018
Die Hubschrauber werden von Dienstag bis Freitag über dem Gebiet fliegen. Die Flugzeiten liegen zwischen neun und 18 Uhr. (Symbolbild) Quelle: Jens Büttner/dpa
Lubmin

Mit zwei Hubschraubern misst das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) von Dienstag an die radioaktive Strahlung in der Region Greifswald-Lubmin sowie um Dedelow bei Prenzlau. Solche Messübungen würden in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei turnusgemäß über unterschiedlichsten Regionen Deutschland gemacht und dienten dazu, Abläufe für einen eventuellen Ernstfall zu üben.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) betonte, es gebe keinen konkreten Anlass für die Messungen und auch keinen Grund zur Sorge. „Das Ergebnis dieser Messungen ist jedoch im Ernstfall eine wesentliche Grundlage für die Arbeit der Katastrophenschutzbehörden.“ Eine solche gemeinsame Messübung findet erstmals in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Hubschrauber fliegen bis Freitag

Bis Freitag werden die mit Messtechnik ausgestatteten Hubschrauber eine Fläche von etwa 500 Quadratkilometern überfliegen und Daten sammeln. Ziel sei es, diese Messungen dann mit Daten zu vergleichen, die an Messstationen auf dem Land gewonnen werden, und auf Plausibilität zu prüfen. Aus der Luft lasse sich schnell und großflächig ermitteln, welche radioaktiven Stoffe am Boden abgelagert wurden, welche Gebiete bei einem nuklearen Notfall betroffen sind, welche Strahlenbelastung für die Bevölkerung sich daraus ableitet und wo sich radioaktive Quellen befinden, hieß es vom BfS.

Nachwehen von Tschnernobyl

Bei den Messflügen sollen natürlich vorkommende radioaktive Stoffe sowie mögliche Ablagerungen von Caesium-137 erfasst werden, das beim Tschernobyl-Unfall vor 32 Jahren freigesetzt wurde. Augenmerk wollen die Experten auch auf das stillgelegte Atomkraftwerk und das atomare Zwischenlager in Lubmin richten. Die Fachleute wollen sehen, welche Flugmessverfahren sich am besten eignen, um große Flächen radiologisch zu kartieren.

Lesen Sie hier: Rückbau des KKW in Lubmin dauert noch Jahre

Die bei den Übungen gewonnenen Erkenntnisse bildeten eine Grundlage für die Katastrophenschutzbehörden der Länder, um die richtigen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu ergreifen, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini. Die täglichen Flugzeiten liegen zwischen 9 und 17 Uhr. Die Helikopter fliegen in einer Höhe von mindestens 90 Metern und einer Geschwindigkeit von etwa 100 Stundenkilometer.

RND/dpa

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