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Greifswald Humboldtgymnasium fordert einen Neubau
Vorpommern Greifswald Humboldtgymnasium fordert einen Neubau
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00:00 23.04.2013
Nele, Katharina und Florian aus der Klasse 8b des Humboldtgymnasiums. Sie und die anderen knapp 600 Sch�ler leben t�glich mit undichten Fenstern, l�chrigen Gardinen und klapprigen Innent�ren. Quelle: P.Binder
Greifswald

Undichte Fenster, marode Türen und Versorgungssysteme, die die Regelnutzungsdauer von 35 Jahren längst überschritten haben: Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schönwalde II hat einen Reparaturbedarf von mehreren Millionen Euro. Grund genug für die Schulkonferenz, auf die Missstände aufmerksam zu machen. In einem Brief an den Baudezernenten der Hansestadt fordern Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter „eine Berücksichtigung unserer Schule an vorderer Stelle bei den Investitionen in den nächsten Jahren“. Aus ihrer Sicht bedeutet das:

Ersatzneubau wie im Falle der Kollwitzschule, deren Gebäude im Herbst abgerissen und für zehn Millionen Euro neu errichtet wird.

Konkreter Anlass des Schreibens, das auch an alle Parteien ging, ist die Einrichtung eines zeitweiligen Investitionsausschusses der Bürgerschaft. Der traf jüngst das zweite Mal zusammen und hat zur Aufgabe, eine Prioritätenliste für Sanierungs- und Investitionsvorhaben in Greifswald zu erstellen. Grundlage bildet die Bauzustandsanalyse vom Sommer 2012. Das Immobilienverwaltungsamt listete darin erstmalig sämtliche Bauschäden an kommunalen Gebäuden sowie Sportplätzen und sonstigen Einrichtungen der Stadt auf. Geschätzter Bedarf: 60 bis 100 Millionen Euro.

Heißt: Das Humboldtgymnasium steht mit seiner Situation nicht allein da. Anderen Häusern geht es ähnlich. Die Erwin-Fischer-Schule etwa fordert die Stadt seit Jahren zum Handeln auf. Bislang vergebens. Trotz teilweise schlimmer Zustände bekamen andere Projekte in der Vergangenheit immer wieder den Vorrang. Auch das Humboldtgymnasium mit seinen 585 Schülern verwies bereits mehrfach auf drängende Probleme, wovon der triste, marode Pausenhof nur eines darstellt. Doch mit dem Investitionsausschuss sei jetzt die Zeit gekommen, Klartext zu reden. „Unser Haus ist fast 40 Jahre alt“, erklärt Schulleiter Ulf Burmeister. Da sei die Forderung nach einer Generalsanierung nichts Unverschämtes. „Doch wenn man alle Kosten dafür zusammen rechnet, wird das genau so teuer wie ein Neubau.

Das sahen wir doch bei den Untersuchungen für die Kollwitzschule“, begründet er die Idee, ein neues Domizil zu planen. Zumal ein sanierter Altbau auch künftig nicht allen Erfordernissen einer modernen Bildungseinrichtung entspräche. „Die Schulhäuser wurden Mitte der siebziger Jahre als Unterrichtsstätten, aber nicht als Lebensräume konzipiert“, argumentiert Burmeister. Die technischen und auch pädagogischen Entwicklungen erforderten heutzutage ein ganz anderes Raumkonzept. Stefan Fassbinder von den Grünen kann diesen Argumenten folgen und findet den Brief „ganz wunderbar, weil er auf die Probleme hinweist“. Solche Schreiben seien dem Investitionsausschuss deshalb auch künftig willkommen, versichert er als dessen Mitglied.

Baudezernent Jörg Hochheim (CDU) indes bezweifelt, dass Hilferufe dieser Art die Arbeit beflügeln. „Ich weiß nicht, wie wir damit umgehen wollen“, sagt er. Wohlwissend, dass vielerorts der Schuh gewaltig drückt.

Aus diesem Grund schlug Winfried Kremer, Leiter des Immobilienverwaltungsamtes, ein Verfahren für die nächsten Sitzungen des Ausschusses vor, dem die Kommunalpolitiker zustimmten: Im nächsten Schritt will das Gremium über Gebäude beraten, „deren Nutzung geändert, aufgegeben oder verdichtet werden soll“. Es geht also um Abriss, Verkauf, vielleicht auch Zusammenlegung von städtischen Einrichtungen.

Eine heikle Sache, weshalb diese Diskussion möglicherweise hinter verschlossenen Türen stattfindet. Erst im zweiten Schritt soll dann eine Prioritätenliste für die Investitionen erarbeitet werden.

Die Realisierung werde Jahre dauern.

Petra Hase

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