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Greifswald Hundekot auf Gehwegen verärgert Anwohner
Vorpommern Greifswald Hundekot auf Gehwegen verärgert Anwohner
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00:00 16.04.2013
Auch in der Knopfstra�e sind Hundehaufen ein Problem.
Greifswald

Erschreckende Zustände in der Hansestadt: Gehwege, Wiesen und Spielplätze sind übersät von Hundehaufen. Seit der Schnee geschmolzen ist, kommt das tierische Problem immer mehr zutage. Anwohner sind empört. Auch bei der Stadt gehen derzeit häufig Beschwerden ein.

„Man kann gar nicht mehr geradeaus laufen, ohne über einen Hundehaufen zu stolpern“, ärgert sich Gerd Patzer, Anwohner des Nikolajewweges in Schönwalde I. Teilweise seien auf einer Fläche von zwei Quadratmetern fünf oder sechs riesengroße Haufen verteilt. „Das ist doch schrecklich. Da kann man so leicht reintreten“, sagt der 68-Jährige. Für spielende Kinder seien die tierischen Hinterlassenschaften ein besonders großes Problem. Gerd Patzer ist empört über diese Zustände: „Die Wiesen und Wege sind doch keine Müllhalde! Wie sollen die Kinder unter solchen Umständen spielen?“

Eine Hundetoilette am Gehwegrand im Nikolajewweg bietet Hundebesitzern die Möglichkeit, ihre Abfälle zu entsorgen. Die Aufschrift „Haben Sie etwas vergessen? Nicht einfach davon schleichen“, scheint jedoch nur Wenige zu interessieren. Knapp zwei Meter von der Toilette entfernt liegt schon ein nächster Haufen. „Statt den Kot einfach in eine Tüte zu packen und zu entsorgen, lassen die meisten Leute ihre Hunde einfach frei laufen und überall ihr Geschäft verrichten“, erzählt Patzer. Wenn er sie auf die Hundetoilette aufmerksam mache, würde er nur patzige Antworten bekommen. „Ich habe selbst auch einen Hund. Es ist doch nicht schwer, eine Tüte einzustecken und die Haufen gleich zu entfernen.“

Nach Angaben des Ordnungsamtes werden die Hundetoiletten zwei Mal die Woche von Mitarbeitern des Bauhofs gereinigt und mit neuen Tüten bestückt. Insgesamt kümmert sich die Hansestadt um sechs solcher Toiletten. Leider komme es häufig vor, dass die Tüten daraus gestohlen werden, teilt Stadtsprecherin Andrea Reimann mit.

„Wir haben hier einfach viel zu wenig Hundetoiletten. Da muss man sich beeilen, um überhaupt noch an Tüten zu kommen, sonst sind die sofort weg“, sagt Linda Helmstedt, die oft mit ihrem Hund in der Innenstadt und am Wall spazieren geht. Die 19-Jährige hat daher immer selber Tüten dabei.

Patzer fordert mehr Einsatz der Stadt: „So kann das nicht weiter gehen. Sollen die Leute doch ein Ordnungsgeld zahlen, wenn sie die Haufen nicht entsorgen wollen.“ Die Stadtverwaltung erteilt diesem Anliegen jedoch eine Absage. Beim Ordnungsdienst helfen Mitarbeiter, um gegen Verstöße vorzugehen, heißt es in einer schriftlichen Mitteilung der Stadt. Die Verwaltung macht darauf aufmerksam, dass es Aufgabe der Hundehalter ist, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu entfernen.

Hundetoiletten

6 Hundetoiletten werden von der Stadt gereinigt und regelmäßig mit Tüten aufgefüllt. Die Standorte sind: Museumshafen, Mühlentor, Knopfstraße/Schuhhagen, Domplatz/Lutherstraße, Steinstraße, Erich-Böhmkestraße. Die Reinigung erfolgt jeden Dienstag und Freitag.

58 Bußgeldverfahren wurden im Jahr 2012 gegen Hundehalter eingeleitet. Hierbei ging es größtenteils um einen Verstoß gegen die Anleinpflicht. Falsches Führen des Hundes kann laut Stadtverwaltung mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Die genaue Höhe des Bußgeldes richtet sich nach dem konkreten Einzelfall und wird nach einer genauen Prüfung festgelegt.

Hundehaufen auf Spielplätzen sind besonders ärgerlich.“Gerd Patzer (68) aus Schönwalde I

Svenja Blank

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