Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Hunderte Bürger gehen im Arndt-Streit auf die Straße
Vorpommern Greifswald Hunderte Bürger gehen im Arndt-Streit auf die Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:45 13.02.2017
Über 200 Menschen versammelten sich bei der Kundgebung des Asta und des Bündnisses „Greifswald für alle“. Quelle: P.Binder
Anzeige
Greifswald

Mit zwei weiteren Demonstrationen ist am Sonntag in Greifswald der Streit um die Ablegung des Namens „Ernst Moritz Arndt“ durch die Universität auf die Straße getragen worden. Der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni und das Bündnis „Greifswald für Alle“ setzten sich bei ihrer Demonstration mit ungefähr 200 Teilnehmern dafür ein, die in der Bevölkerung umstrittene Entscheidung des Uni-Senats zu akzeptieren. Sie warben unter dem Motto „Für die Universität, für Greifswald, für Menschenrechte“ für eine weltoffene Gesellschaft.

115 Polizisten sicherten am Sonntag auf dem Greifswalder Marktplatz die zwei Demonstrationen zum Namen der Universität ab.

Die nationalkonservative "Bürgerinitiative Ernst Moritz Arndt“ demonstrierte zeitgleich und in Blickweite der anderen Demonstranten mit rund 170 Teilnehmern für den Erhalt des Uni-Namens. Diese BI ist initiiert von Anhängern der Pegida-nahen Bewegung „Frieden, Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit“ (FFDG). Von der Bühne sprachen vor allem Vertreter der AfD. Beide Veranstaltungen verliefen friedlich, dafür sorgten Zäune und 115 Polizisten.

Bereits am Samstag bildeten über 600 Menschen eine 1200 Meter lange Menschenkette um das Hauptgebäude der Uni und das Greifswalder Rathaus. Die Veranstaltung wurde initiiert durch die Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt!“. Die vorwiegend älteren Demonstranten forderten den Senat der Universität auf, die Entscheidung zur Ablegung des Namens des umstrittenen Patrons Arndt zu überdenken. Das höchste Hochschulgremium hatte diese am 18. Januar beschlossen.

Arndtdebatte: Der große Faktencheck

Eckhard Oberdörfer

Anzeige