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„Ich war das Double von Chris Doerk“

Freest „Ich war das Double von Chris Doerk“

Brigitte Lettow aus Freest spielte vor 46 Jahren im DDR-Kultstreifen „Heißer Sommer“ mit.

Freest. Dieser Sommer war heiß. Ähnlich muss es vor 46 Jahren gewesen sein. Da drehte das DEFA-Filmstudio der DDR den Film „Heißer Sommer“, der mit über sechs Millionen Zuschauern einer ihrer erfolgreichsten Streifen werden sollte.

Ein Grund waren die Hauptdarsteller: Die Schlagerstars Frank Schöbel und Chris Doerk. Gedreht wurde damals auf der Insel Rügen, in Greifswald-Wieck sowie im Fischerdorf Freest, wo einige Nebenrollen mit Einheimischen besetzt wurden. „Der Freester Fischer Fritz Lüder hat die Filmcrew damals mit seinem Kutter auf den Bodden gefahren und auch Fischer Erich Mitzlaff aus Kröslin war beim Hantieren mit seinen Netzen zu sehen“, erinnert sich Rentner Jochen Herrmann, selbst jahrelang Fischer. Seine Schwägerin Brigitte Lettow, damals 14 Jahre jung, spielte ebenfalls im Film mit. „Ich durfte Chris Doerk doubeln. Für sie übernahm ich die Filmszenen im Wasser, da Chris Doerk schwanger war“, erinnert sich die heute 60-Jährige. Viele kennen die gelernte Konditorin noch von „Gittis Eiscafe“, das sie 30 Jahre lang als Inhaberin betrieb.

Weil Brigitte damals noch nicht volljährig war, wurde sie von ihrer älteren Schwester Ingrid zum Filmset begleitet. „Die Dreharbeiten begannen wegen des weicheren Lichts bereits in den frühen Morgenstunden kurz nach 3 Uhr.“ Brigittes Schwimmszenen im Wasser wurden mehrmals gedreht. Am Ende musste sie zur Kaikante schwimmen. Für die Filmkamera war Brigitte dann für wenige Augenblicke nicht sichtbar und Chris Doerk kletterte im gleichen Badeanzug an dieser Stelle aus dem Hafenbecken.

„Natürlich war ich damals mächtig stolz auf diese Mini-Filmrolle und wurde von meinen Mitschülern darauf angesprochen“, erinnert sich Brigitte Lettow. Schließlich war sie nach dem Filmdreh um 50 Mark reicher und hatte für ihren Schulaufsatz nach den Sommerferien gleich das passende Thema.

Die Filmaufnahmen brachten für den Freester Hafen einen positiven Nebeneffekt. „Der erhielt an der Kaikante seine erste betonierte Fläche, denn die Filmleute brauchten für die Tanzszenen einen glatten Untergrund“, sagt Jochen Herrmann. Als der Film in den Kinos anlief — in Freest und Kröslin flimmerten die Projektoren damals in den Gaststätten „Waterkant“ und „Zur Eiche“ — schaute sich so ziemlich das ganze Dorf den Streifen an. Besonders gern Brigitte Lettow.

 

Peter Machule

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