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Ideen vorgestellt für Ikareum-Projekt

Anklam Ideen vorgestellt für Ikareum-Projekt

In der Nikolaikirche der Geburtsstadt des Flugpioniers Otto Lilienthal wurden am Wochenende die aktuellen Pläne für das im Stadtzentrum geplante Museum vorgestellt. Erstmals wurden Animationen präsentiert, die einen Eindruck von Art und Umfang des Projekts geben, das viele Gäste anlocken soll.

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So soll sich nach dem Willen der Planer das Ikraeum in der St. Nikolai-Kirche dem Betrachter präsentieren. ANIMATION: BÜRO HENEGHAN PENG ARCHITECTS

Anklam. Die Stadtvertreter sind ehrgeizig. Sie wollen, dass Anklam bis 2022 zu den Kommunen gehört, die über museale Einrichtungen von internationalem Rang verfügen. Das Stadtparlament hat sich dazu bereits vor knapp einem Jahr für ein „Ikareum – Lilienthal Flight Museum“ ausgesprochen. Das soll in dem im Krieg schwer zerstörten und nach der Wende von einer Bürgerinitiative erhaltenen Kirchenbau von St. Nikolai eingerichtet werden. Außerdem soll mit dem neuen Museum die Verbindung des Flugpioniers Otto Lilienthal mit seiner Geburtsstadt deutlich sichtbar gemacht werden.

Zugleich wurde beschlossen, durch den Verkauf eines Teiles der städtischen Immobilien die Bereitstellung des Eigenanteils von etwa 7,5 Millionen Euro zu sichern, den Anklam für das Vorhaben aufzubringen hat, für das Kosten von etwa 24 Millionen Euro veranschlagt sind. Diese Zahlen und Fakten nannte gestern Anklams Bürgermeister Michael Galander beim Auftakt einer Info-Veranstaltung zum Tag der Architektur. Die nach der Realisierung des Projektes erwarteten Besucherzahlen von rund 60 000 im Jahr sieht Dr. Bernd Lukasch, Leiter der städtischen Museen, als realistisch an: „Wenn wir in unserer kleinen und verkehrstechnisch recht abgelegenen Villa jetzt zwischen 15 000 und 20 000 Gäste im Jahr haben, sollte eine solche Prognose, auch mit dem Blick auf die gesamte Region einschließlich der Insel Usedom, eher untertrieben sein.“ Mit der „Villa“ spielte Lukasch auf den gegenwärtigen Sitz des 1991 ins Leben gerufenen Otto-Lilienthal-Museums an, das schon seit geraumer Zeit ob seiner ungünstigen Lage und vor allem des beschränkten Platzes an seine Grenzen stößt.

Rudi Beier vom Architektenbüro „heneghan peng architects“ Dublin und Berlin sowie Andreas Dopfer vom Ausstellungsplaner „beier/wellach“ Berlin stellten dann erste Vorstellungen und Entwürfe für das neue Museum vor. Danach soll das nördliche Seitenschiff von St. Nikolai frei bleiben und vor allem an den noch heute beeindruckenden Bau erinnern, in dem Otto Lilienthal und sein Bruder Gustav getauft wurden und von dem der Platz ihres im Krieg ebenfalls zerstörten Geburtshauses nur wenige Meter entfernt ist. Das Mittelschiff soll weiter vor allem als Ort für Konzerte und Vorträge dienen, darüber schweben schon jetzt originalgetreue Nachbauten der Lilienthalschen Flugapparate, für die das Anklamer Museum international bekannt und gefragt ist. Das südliche Seitenschiff soll auf verschiedenen Ebenen Ausstellungen aufnehmen und von den einzubauenden Emporen Blicke in das übrige Kircheninnere ermöglichen. Gedacht ist auch daran, diverse Erlebnis- und Lernbereiche zu schaffen.

Eine Reminiszenz an die Vergangenheit der Kirche vor ihrer Zerstörung ist der gedrehte Turmhelm, mit dem die Architekten den alten Bau wieder krönen möchten. Dopfer erinnerte daran, dass die Original-Spitze einst verdreht war: „Daran wollen wir mit einer verglasten Holzkonstruktion erinnern, die sich ebenfalls um die Mittelachse windet.“

Dietrich Butenschön

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