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Imbissmitarbeiter rettet 82-Jährigem das Leben

Greifswald Imbissmitarbeiter rettet 82-Jährigem das Leben

Der Marokkaner Ait Fares informierte die Polizei, weil sein Stammkunde ausblieb.

Greifswald. Glück im Unglück hatte ein 82-jähriger Greifswalder, der in der Hunnenstraße wohnt. Weil der alleinlebende Mann nicht wie üblich seinen Stammimbiss um die Ecke aufsuchte, informierte der Mitarbeiter Ait Fares (41) die Polizei. Mit Erfolg: Die Beamten fanden den betagten Herrn wenig später hilflos in seiner Wohnung liegend und riefen unverzüglich den Notarzt. Geholfen hatte dabei die Greifswalder Berufsfeuerwehr, die die Wohnungstür öffnete. „Eigentlich kommt er jeden Nachmittag, um hier sein alkoholfreies Bier zu trinken. Er ist ein sehr lustiger Mann“, berichtet Fares. Doch vorigen Donnerstag blieb der Stuhl in der Ecke des „Deniz-Döners“ leer. „Vielleicht ist er ja bei seiner Cousine in Neuenkirchen“, dachte sich der Marokkaner.

Als der 82-Jährige am Freitag immer noch nicht erschien, machte sich Fares ernsthaft Sorgen, klopfte an die Tür des Vermissten. Vergeblich. Kein Ton drang heraus. Sonnabend hatte Fares frei. Doch die Gedanken kreisten um seinen Stammkunden. Gestern Morgen gegen 11 Uhr suchte er nochmals die Wohnung des alten Mannes auf. „Ich klopfte erneut und rief, aber hörte nichts. Das beunruhigte mich sehr“, schildert Ait Fares und alarmierte schließlich die Ordnungshüter.

Wie die Polizei mitteilt, musste der Notarzt eine Reanimation vornehmen, bevor der Mann zur stationären Behandlung in das Klinikum Greifswald gebracht wurde. „Dank des Hinweises“, heißt es im Bericht, „konnte dem älteren Mann das Leben gerettet werden.“

Ait Fares, der seit fünf Jahren in Greifswald lebt, ist darüber total glücklich: „Er erzählt immer so lustige Sachen, kennt ja als alter Greifswalder jeden Pflasterstein in der Stadt. Und er berichtet viel von früher, von den hübschen Mädchen, als er noch jung war“, sagt der Imbissmitarbeiter und hofft, seinen Stammkunden bald wieder begrüßen zu können.

 



Petra Hase

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