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In Neuenkirchen gibt es iPad-Unterricht

Neuenkirchen In Neuenkirchen gibt es iPad-Unterricht

Die Regionale „Schule am Bodden“ setzt seit 2013 auf die digitale Technik

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Unsere Lehrer sind gut, die Räume finde ich angenehm, wir haben genug Pausen und wir lernen hier wirklich etwas.Jenny Angers (13), 7. Klasse

Neuenkirchen. Jedem Siebtklässler ein iPad: Aus der Regionalschule „Am Bodden“ in Neuenkirchen ist der Tablet-Computer nicht mehr wegzudenken. Als erste staatliche Schule im Land hatte die Neuenkirchener im Jahr 2013 den digitalen Unterricht eingeführt. Seitdem ist jener fester Bestandteil der Lehre.

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Die Regionale „Schule am Bodden“ setzt seit 2013 auf die digitale Technik

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Schulnavigator

Die OZ präsentiert im Schulnavigator alle weiterführenden freien und staatlichen Schulen in Greifswald und der Umgebung.

Bisher erschienen sind: Schlossgymnasium Gützkow, Ostseegymnasium, Freie Waldorfschule, Caspar-David- Friedrich-Schule, die Montessorischule, das Humboldtgymnasium, Fischerschule und die Martinschule.

Freizeitangebote: Sport und Kunst

Schüler können die Sportanlagen der Schule, wie den Bolzplatz, nutzen. Außerdem kann der Kurs „Sport“ gewählt werden, er beinhaltet Volleyball, Basketball, Handball und mehr. Schüler können auch kreativ schreiben lernen (Kurs „Schreibende Schüler“) oder sich in Kunstprojekten und im Musical (Klasse 6) ausprobieren. Es gibt auch einen Hauswirtschaftskurs sowie einen Modellbaukurs.

Ausstattung: DFB sponsert Bolzplatz

Die Boddenschule verfügt über ein dreistöckiges Schulgebäude. Direkt davor liegt eine Bushaltestelle. Im Gebäude sind Fachräume für den Informatikunterricht, die Naturwissenschaften und Kunst vorhanden. Eine eigene Sporthalle, Laufbahn und Sprunggrube unterstützen den Sportunterricht. Zudem können Kinder einen Bolzplatz nutzen, der vom Deutschen Fußballbund (DFB) gesponsert wurde.

Förderangebote: Ganztagsschule

An der offenen Ganztagsschule stehen freiwillige Angebote nach dem Unterricht zur Verfügung. Hausaufgabenbetreuung gehört dazu. Schüler können unter anderem einen Förderkurs in Mathematik besuchen oder Plattdeutsch lernen. Im Wahlpflichtunterricht „Lernbüro“ (Klasse 9) wird auf unterschiedlichen Niveaustufen unterrichtet. Kinder werden individuell mit verschiedenen Aufgaben gefordert.

Genutzt wird das Tablet mittlerweile in allen Fächern. Es sei ein Vorteil, dass Schüler 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche lernen können, wann sie möchten, meint Informatiklehrer Enno Schröder (52).

Auf einem zentralen Schulserver können Hausaufgaben und Unterrichtsprojekte gespeichert werden. Wlan ist im Schulgebäude überall verfügbar. Über E-Mail kommunizieren Lehrpersonal und Jugendliche.

Enno Schröder unterrichtet auch Französisch und lässt seine Schüler den bereits auf den iPads installierten Sprachassistenten verwenden. Sie können Filme, Podcasts und Comics produzieren.

2015 wurde die „Schule am Bodden“ Neuenkirchen zur Referenzschule für Medienbildung. Mit diesem Zertifikat werden Bildungseinrichtungen ausgezeichnet, die neue Medien wie Tablets oder Smartphones in den Unterricht integrieren und ihre Schüler zur kompetenten Nutzung dieser Medien erziehen. Die Lehrer reden mit den Schülern über sichere Passwörter oder darüber, welches Verhalten in sozialen Netzwerken wie Instagram angemessen ist.

Die Schüler, erklärt Schulleiter Bernd Leu, sollen lernen, mit privaten Bildern und Daten in der digitalen Öffentlichkeit umzugehen. Im Unterricht würden die iPads zur Recherche und zur Präsentation genutzt. Bei Vorträgen würden die Geräte helfen, zum Beispiel beim Thema Atomphysik, wenn eine Übersicht zu Kernbegriffen des Themas erstellt wird.

Die iPads werden in der Schule nur genutzt, wenn Lehrer es für hilfreich erachten. Die Nutzung von Smartphones ist grundsätzlich unerwünscht. Sie würde nur dann akzeptiert, wenn sie dem Unterricht helfe. „Wir nutzen Stift und Papier genauso selbstverständlich wie Tablets“, sagt Schulleiter Bernd Leu (59). Seine Schule solle Menschen hervorbringen, die mit Medien umgehen können, zuverlässig und pünktlich sind und einen guten Schulabschluss haben.

Zur Berufsorientierung verbringen Neuenkirchener Achtklässler ein halbes Jahr lang jeden Mittwoch in einem Betrieb ihrer Wahl. Dabei sollen sie den Berufsalltag in einer Werkstatt, Kindertagesstätte oder einer Physiotherapieeinrichtung erfahren. Die Schule nahm dieses Jahr an „Learn About Skills“ teil, einem Aktionstag für siebte und achte Klassen, bei dem es um Stärken und Schwächen der Schüler geht. In der neunten und zehnten Klasse finden Betriebspraktika statt. Ab der siebten Klasse veranstaltet die Schule jährlich eine Forscherwoche. Dozenten und Studenten der Universität Greifswald helfen dann Schülern, eine konkrete Forschungsfrage zu beantworten. In einem Themengebiet formuliert jeder Schüler seine eigene Frage, so zu Sprachen oder der Zukunft. Dann werden Methoden gesucht um eine Antwort zu finden. Die Ergebnisse können über die iPads präsentiert und dort auch abgespeichert werden. Denn die sind auch in der Forscherwoche mit im Spiel.

Essen: Hansehaus liefert jeden Tag

Das Essen wird täglich frisch von der Hansehaus GmbH geliefert. Ein Gericht kostet zwischen 3,25 und 3,45 Euro. Die Schüler wählen aus zwei Gerichten, eines davon ist vegetarisch. Eltern bestellen das Essen online. Sie zahlen auf ein Treuhandkonto ein, die Firma zieht den Essenspreis ab. Speisepläne werden vier Wochen im voraus erstellt. Eine Stornierung ist auch am Ausgabetag noch möglich.

Lehrer: Fit machen für das iPad

25 Lehrer arbeiten an der Schule, unterstützt von zwei Referendaren. Eine Sozialarbeiterin und eine Sozialpädagogin helfen den Schülern bei Problemlösungen. Lehrer nehmen an Fortbildungen des Instituts für Qualitätssicherung teil. In einer Fortbildung wurde in einer Woche der Umgang mit iPads und ihr Einsatz im Unterricht thematisiert. Ein Programm zum Filmeerstellen wurde präsentiert.

Christopher Gottschalk

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