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In fünf Jahren die Moore der Welt kartieren

Das kann Deutschland der Welt schenken In fünf Jahren die Moore der Welt kartieren

Ein Konsortium mit Greifswalder Beteiligung hat den mit einer Million Dollar dotierten indonesischen Moorpreis gewonnen. Die Gewinner haben auf Kalimantan bewiesen, dass man schnell und effektiv Moore vermessen kann. Das verheißt Hoffnung.

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Moorlandschaft bei Gützkow

Quelle: Sven Jeske

Greifswald. Brennende Moore setzen in Indonesien riesige Mengen Kohlendioxid frei und sorgen für Schäden in Millionenhöhe. Auch darum will Indonesien über zwei Millionen Hektar trocken gelegter Moore wiedervernässen. Hilfe kommt von Greifswalder Experten. Ein Konsortium mit Beteiligung der Gruppe des  Moorpapstes Hans Joosten hat gezeigt, wie Moore effektiv und schnell kartiert werden können.

Dafür erhielt das Konsortium den mit einer Million Dollar dotierten Moorpreis . Denn um Moore zu retten, sind Kenntnisse über Größe, Lage und Beschaffenheit erforderlich.

 „Wir möchten in den nächsten fünf Jahren die Moore der Welt kartieren“, sagt Joosten, Professor an der Uni Greifswald und Mitinitiator des Moor-Centrums Greifswald. Wenn das zehn Cent je Hektar kosten würde, reichen dafür 30 Millionen Euro. „Das könnte Deutschland der Welt für den Moorschutz und damit den Klimaschutz schenken“, meint der Greifswalder. In Indonesien waren noch 59 Cent je Hektar nötig.

Moore sind gewaltige Kohlenstoffspeicher. Werden sie entwässert, führt das zur Freisetzung gewaltiger Mengen Treibhausgase. „Trocken gelegte Moore sind für zwei bis drei Prozent aller Treibhausgase auf der Erde verantwortlich“, sagt Joosten. Außerdem sackt der Boden. Das könne man zum Beispiel bei Anklam sehr gut sehen. Nach der Wiedervernässung der Moore an der Peene entstanden dort gewaltige Wasserflächen, die es vor der Melioration nicht gab.

Weil in Indonesien viele Moore am Meer liegen, besteht auch die Gefahr, das Salzwasser eindringt.

Um trotzdem weiter Landwirtschaft auf den wiedervernässten Flächen zu betreiben, setzt das asiatische Land auf die Paludikultur . Der Name wurde in Greifswald geprägt, in Vorpommern wurden schon umfangreiche Erfahrungen gesammelt.

Oberdörfer Eckhard

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