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Greifswald Insulaner kriegt Post aus dem Südpazifik
Vorpommern Greifswald Insulaner kriegt Post aus dem Südpazifik
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00:00 23.03.2013
Bekam jetzt Post aus Bora Bora: Eduard Beischall aus Karlshagen. Bei einem Konzert „schickte“ er die Amerikaner auf Reisen. Quelle: Henrik Nitzsche
Karlshagen

Vor ziemlich genau zwei Jahren machte „Bora Bora“ Schlagzeilen auf Usedom. Das Atoll im Südpazifik, dem der Schlagersänger Tony Marschall 1978 mit seinem gleichnamigen Lied ein musikalisches Denkmal setzte, soll schöner sein als unsere Sonneninsel. Das meinte im April 2011 jedenfalls das Allgäuer Lifestyle-Magazin „uptrend“. Es kürte unsere Ferieninsel zur drittschönsten Insel der Welt — hinter Bora Bora und Feuerland.

Eine Familie aus Kalifornien, sie hören auf den typisch-amerikanischen Namen Graf, hat die drei Inseln jetzt bereist. Das hat der Karlshagener Eduard Beischall schriftlich. An ihn nämlich ist die Ansichtskarte von Bora Bora gerichtet, auf der zu lesen ist: „Wir waren auf allen drei und möchten es bestätigen.“

Das „es bestätigen“ bezieht sich auf eine Äußerung von Beischall, die bei einem Konzert des Karlshagener Shantychores im September 2012 in Bansin gefallen ist. Dort hatte der Mitbegründer des Chores die Geschichte von der Kür der drei schönsten Inseln der Welt erzählt und anschließend mit seinen Jungs „Bora, Bora“ geträllert. „Das ist eine tolle Sache und gute Werbung für unsere Insel“, freute sich jetzt der Karlshagener über die Post.

Nimmt man die Strophen von Marschalls Schnulze aber ernst, hat Bora Bora neben dem blauen Meer und feinen Strand noch andere Vorzüge, die man zuweilen auf Usedom vermisst. So singt der Schlagerbarde:

„Mein Paradies im Sonnenwind, wo alle Menschen glücklich sind. Wo allen gleich die Sonne scheint, ist jeder des anderen Freund.“

Das hat er wirklich gesungen. Wobei: Übertragen auf Usedom, respektive Heringsdorf, hätte sich das letzte Wort, ersetzt durch ein anderes, kommunalpolitisch zutreffenderes, schon eher gereimt.

Wie dem auch sei, Bora Bora ist die schönste im ganzen Land, pardon auf dem ganzen Globus. Dann rangiert noch Feuerland, ausgerechnet Feuerland, in der „uptrend“-Inselwertung direkt vor Usedom.

Viel zu kalt und zu wenig Sonne. Wer will da schon hin, außer einem Schweizer Freund. Der leitet Antarktisreisen und hat dort seine jetzige Frau Vladia kennengelernt, eine Argentinierin aus Buenos Aires. Okay, gute Luft gibt es auch in Ushuaia und „Südlichste Stadt der Welt“ ist halt auch ein Alleinstellungsmerkmal.

Tony Marshall jedenfalls ist dort im Gegensatz zu Bora Bora noch kein Ehrenbürger — was er wohl auch auf Usedom nicht werden wird. Es sei denn, er erfindet noch eine Hymne für die Sonneninsel. Aber dann doch lieber Helene Fischer oder die Puhdys. Wollen die nicht, haben wir ja noch unser Pommernlied oder Ohrenpeins „Echten Usedomer“.

Was die Grafs dem guten Tony Marschall und wohl den meisten „uptrend“- und auch OZ-Lesern voraus haben dürften, ist, dass sie schon auf den drei schönsten Inseln der Welt waren. Die Grafs haben das ernst genommen und sich auf den Weg gemacht: Usedom, Feuerland und Bora Bora. Deren Urteil liegt jetzt vor — und taugt zu einer tollen Werbekampagne für unser Eiland. Schließlich hat Usedom große Namen hinter sich gelassen: Malta, Mauritius und Rügen.

Kleine Inseln
Bora Bora ist ein Atoll, das zur Gruppe der Inseln in Französisch-Polynesien im Südpazifik gehört. Ende des vergangenen Jahres lebten auf Bora Bora knapp 10 000 Einwohner.

Feuerland ist eine Inselgruppe

an der Südspitze Südamerikas.

Hier leben etwa 135 000 Menschen.

Dietmar Pühler

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