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Intendant lobt Störti, wünscht sich aber mehr Piraten-Härte

Intendant lobt Störti, wünscht sich aber mehr Piraten-Härte

Vor der 24. Saison in Ralswiek: Peter Hick über Bastian Semm, ein Gelage mit Guido Westerwelle und darüber, ob er das Piratenkostüm selbst nochmal überstreift

Ralswiek. Herr Hick, die 24. Saison ist zugleich die 4. Spielzeit von Bastian Semm als Störtebeker. Wie sehen Sie Ihren Titelhelden im Vergleich zu seinen Vorgängern Sascha Gluth und Norbert Braun?

Peter Hick: Ach, ich finde, man darf das nicht vergleichen. Als Norbert 2001 nach neun Jahren aufgehört hat, haben alle gesagt, das war der einzig wahre Störtebeker und dann haben die Zuschauer Sascha in ihr Herz geschlossen, der es ja elf Jahre gemacht hat. Nun muss Bastian sich die Akzeptanz des Publikums erspielen. Ich finde, er macht das sehr gut und er ist beliebt.

Manchmal hört man auf den Rängen, er könnte heldenhafter sein.

Hick: Sicher ist Bastian noch nicht ganz so kantig wie seine Vorgänger. Er ist mehr der moderne Typ Mann, aber auch das ist interessant. Und wir werden auch etwas mehr an seiner Piraten-Härte arbeiten, noch mehr Kampftraining in seine Vorbereitung einbauen.

Wie laufen denn allgemein die Vorbereitungen für die neue Saison?

Hick: Wir sind gut im Plan, das Bühnenbild nimmt Form an . . .

. . und Gespräche mit neuen Schauspielern laufen?

Hick: Natürlich verhandeln wir. Aber bekanntgegeben wird erst, wenn etwas fest ist.

Haben Sie denn bekannte Namen im Blick, so wie früher beispielsweise eine Ingrid van Bergen oder Anja und Gerit Kling?

Hick: Ach, bekannte Namen! Darum geht es bei uns doch nicht mehr. Und die bekommen Sie auch nicht so einfach, da wir von Montag bis Samstag spielen, da fehlt vielen der bekannten Schauspieler die Zeit für andere Projekte. Die Störtebeker Festspiele haben selbst einen Namen. Für uns kommt es darauf an, Darsteller zu verpflichten, die gut ins Konzept passen und da haben wir auch zwei, drei im Blick.

Man hört, mit Mario Ramos wird ein Publikumsliebling, der jahrelang die Bösewichte spielte, Ralswiek verlassen?

Hick: Das stimmt. Er hat das Angebot angenommen, bei unserem alten Regisseur Holger Mahlich in Wismar den Mephisto bei den Faust-Festspielen zu geben. Aber auch wir werden wieder einen guten Bösewicht besetzen.

Im 24. Jahr der Festspiele schwingt auch immer schon ein wenig der Gedanke ans „25.“ mit. Planen Sie im Hintergrund auch schon etwas für das erste große Störtebeker-Jubiläum?

Hick: Natürlich ist das im Hinterkopf. Aber da ist nichts Konkretes.

Wie wär‘s denn einmal mit dem Erfinder des Festivals auf der Bühne zum „25.“ — als einer der besten deutschen Stuntmen, der Sie waren, können Sie doch kämpfen . . .

Hick: . . . Nein. Das wäre nichts für mich. Die Schauspieler sollen im Vordergrund stehen, nicht ich. Das wäre mir peinlich.

Und ein Jubiläumsbuch?

Hick: Auch nicht. Wir haben in den ersten Jahren ein Buch gemacht. Das wurde nicht angenommen.

Geschichten zu erzählen hätten Sie genug. VielePromis waren Ihre Zuschauer, so der verstorbene Ex-Außenminister Guido Westerwelle.

Hick: Der unheimlich liebenswert und locker war. Wir haben nach der Aufführung 15 Schnäpse zusammen getrunken. Das war wirklich ein sehr lustiger Abend.

Auch Traumschiff-Produzent Wolfgang Rademann war regelmäßig da.

Hick: Ja, ich kannte ihn noch von der Schwarzwaldklinik, wo ich für die Stunts verantwortlich war. Einmal habe ich ihn den ganzen Tag über die Insel gefahren und ihm unsere schönsten Ecken gezeigt — in der Hoffnung, er würde für Rügen eine Fernsehserie konzipieren.

Hat er nicht gemacht?!

Hick: Nein, aber er hat dafür unsere Stücke sehr gemocht — wie übrigens auch Friede Springer oder die Prinzessin von Thailand, die sich nach ihrem Besuch noch fünf Jahre Videokassetten von den aktuellen Stücken schicken ließ. Auch Dietrich Genscher war zu Gast, Angela Merkel mehrfach.

Nochmal zurück zum 24. Stück. Was können Sie schon zur Handlung verraten?

Hick: Es ist ein Stück um Intrigen, Kirche, Glaube. Störtebeker spielt die Hauptrolle im Überlebenskampf der Hansestadt Visby gegen den Deutschen Orden — und er hat nach hartem Ringen Erfolg.

Sterben muss er erst wieder 2017 zum „25.“. Ist übrigens Zufall, dass es mit den Zyklen so hinkommt. Das hatten wir nicht geplant.

Von Interview von Alexander Loew

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