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Greifswald Internationale Tortenakademie lockte Greifswalder Backfans
Vorpommern Greifswald Internationale Tortenakademie lockte Greifswalder Backfans
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17:35 07.10.2018
Suse Raabe hält ihren „Schwammkuchen“(links), Jonathan Simonsen sein „Fruchtobjekt 10“ und Lucas Treise seine vegane Eistorte. Quelle: Christopher Gottschalk
Greifswald

15 Torten von 14 Teilnehmern, 60 Besucher, fröhliche Gesichter und volle Mägen: Das war die zehnte „Internationale Tortenakademie“ gestern in Greifswald. Dort lud die „Alte Bäckerei“ zu dem Backwettbewerb in der Feldstraße ein, bei dem wie schon im Vorjahr Jonathan Simonsen (15) einen Preis mit nach Hause nahm.

Der Backwettbewerb fand bereits zum zehnten mal statt. Rund 60 Besucher kamen in diesem Jahr, um insgesamt 15 kreative Tortenkreationen zu kosten.

Er hatte eine zweistöckige Torte beigesteuert, die innen aus einer Himbeersahnecreme und außen im oberen Teil aus einer Schokocreme, und beim unteren Teil aus Vanillebuttercreme bestand, überzogen mit Schokosoße und garniert mit roten Beeren und Heidelbeeren, die anlässlich des Jubiläums die Zahl zehn bildeten. Dafür gab es den Preis für den schönsten Kuchen. „Ich hole mir viele Anregungen und setze dann meine Ideen um“, sagt Simonsen, der seit zwei Jahren backt, Konditor werden will und häufig auch für Freunde und Bekannte backt. „Mir geht es um den Spaß.“ Suse Raabe hatte einen „Schwammkuchen“ aus Rührteig, saurer Sahne, Puderzucker, Kokosfett und Kaffee gebacken. Die Stücken hatten die Form von Schwämmen, aber „sie sind an der Unterseite braun wie der Kaffee geblieben und nicht grün geworden wie erhofft“, sagt Raabe, die im letzten Jahr bereits mit ihrem skurrilen „Mutterkuchen“ ausgezeichnet wurde. Sie bekam den Preis für das kreativste Backwerk.

Viele vegane Torten wurden serviert

Lucas Treise bekam einen Preis für seine „Eistorte“ in der Kategorie „Ladenhüter“: Die Torte, über die man sich freut, wenn sie kurz vor Ladenschluss noch beim Bäcker zu haben ist. Er freute sich, dass insgesamt sechs vegane Torten bereitgestellt wurden. „Guter Geschmack geht auch ohne Tierleid“, sagte Treise. Eine politische Botschaft hatte auch der 24-jährige Sören in seiner „Hambi bleibt“- Torte in Anspielung auf das Waldstück „Hambacher Forst“ in Nordrhein-Westfalen verbackt. Mandarinen, Prosecco und pflanzliche Gelatine ergaben „eine leichte Sommertorte, in der natürlich auch viel Liebe steckt“, scherzt er. Dafür bekam er den Preis für die besten Zutaten von der Jury. Vegan gebacken hatte auch Marvin Medau, dessen „Schwanensee“ genannte Torte aus einer Schokocreme, einer Cashewnuss- und Himbeercreme bestand und mit Kokoscreme garniert wurde, abgerundet durch einen aus Apfelscheiben geschnitzten Schwan. „Es ist gluten- und zuckerfrei, gesund und musste nicht gebacken werden“, sagt er.

Jury tagte über eine Stunde

Die vierköpfige Jury tagte über eine Stunde. Eine vierköpfige Kinderjury krönte vier Torten (auch Kinder hatten Backwerke eingereicht), drei Preise vergaben die Veranstalter. Das Publikum konnte dieses mal wegen der vorangeschrittenen Zeit keine Wertung abgeben. Die Wartezeit hatte sich jedoch gelohnt als die 60 Besucher um Tische herum von den Backwerken kosten konnten. Viele junge Menschen und Eltern mit ihren Kindern waren gekommen und genossen neben Kuchen auch Kaffee und Tee. Die Tortenakademie fand im Rahmen der Aktionswoche „Kunst heute“ statt.

Christopher Gottschalk

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