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Greifswald Investoren für Hafen stehen bereit
Vorpommern Greifswald Investoren für Hafen stehen bereit
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00:00 23.03.2013
Wirtschaftlich gesehen könnte sich der Ladebower Hafen künftig zu einer blühenden Landschaft entwickeln. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Von wegen keine Chancen für den Stadthafen. Es gibt Investoren. Grundstücke in Ladebow sind offensichtlich begehrt. Interessenten wollen dem derzeit am Boden liegenden Betrieb neue Stärke verleihen. Sie sehen anders als beispielsweise eine örtliche Bürgerinitiative Chancen für ein erfolgreiches Geschäft. Diese glaubt, dass der Hafen auf Dauer Verluste einfährt und schlägt als Alternative eine touristische Nutzung und Wohnen am Wasser vor.

„Wir würden gern nach Ladebow kommen“, sagt Hans-Dieter Felgenhauer, Geschäftsführer der Landhandel Demmin GmbH. Die Firma handelt mit Getreide, Saatgut sowie Futtermitteln und betreibt ein Düngerlager. Auch die Hafen- und Lagergesellschaft Greifswald mbH (HLG) will Land kaufen. Sie hat den Hafen 2012 für 25 Jahre gepachtet. „Wir wollen den Hafen wieder zu einem florierenden Unternehmen entwickeln“, sagt Geschäftsführer Michael Ott. Die Weichen dafür könnten 2013 gestellt werden. Denn die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat ihre Grundstücke in Ladebow zum Verkauf ausgeschrieben. Dem Bund gehört der größte Teil der Flächen. Die einmal wegen vieler Interessenten verlängerte Frist zur Abgabe von Angeboten lief in dieser Woche ab.

Die Bima selbst gab sich zugeknöpft und wollte sich weder zur Zahl der Angebote noch den Vorstellungen der Interessenten äußern. Nicht einmal zum Termin der Entscheidung. Man werde sich „weiterhin mit Greifswald im Sinne der Entwicklung des Hafens abstimmen“, sagt Sprecherin Diane Weidemann lediglich.

Die Stadt hat ihre Prioritäten längst gesetzt. Bausenator Jörg Hochheim (CDU) hat sich mehrfach für einen Handel ausgesprochen, der die Landwirtschaft bedient. Vieles spricht für den jetzigen Hafenbetreiber. Er könnte investieren, wenn ihm die Grundstücke gehören. Gesellschafter der HLG sind die Rostocker Zementumschlagsgesellschaft mbH und das Ulmer Agrarhandelsunternehmen Beiselen GmbH. Als das Unternehmen am 1. Januar 2012 den Hafen pachtete, kündigte es vor allem Aktivitäten im Agrarsektor an. „Wir haben schon genaue Pläne für die Entwicklung“, bestätigt Ott. Über Näheres werde er sich äußern, wenn die HLG tatsächlich den Zuschlag bekommt. Das sei schon wegen möglicher Konkurrenz zu anderen Häfen nötig. Auch werde die Revitalisierung Zeit brauchen. Ein gültiger Bebauungsplan für den Hafen sei eine Voraussetzung. „Die Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie ist für einen erfolgreichen Hafen erforderlich“, sagt Ott.

Ein früher gehandelter Konkurrent für Grundstücke ist bereits ausgestiegen. HanseYachts hat seine Pläne, in Ladebow eine Halle für größere Schiffe zu bauen, beerdigt, so ein Unternehmenssprecher.

In den Sternen steht der Bau einer Umschlagstation für Kesselwagen zum Transport von Diesel und Heizöl per Schiene durch die im Hafen ansässige Firma Weserpetrol. „Wir waren früher sehr daran interessiert“, bestätigt Sprecher Ian Petri. „Derzeit nicht.“ Das später gebaut wird, schloss er aber nicht aus.

Die Hafengeschichte

1991gab die Bundesmarine den für die DDR-Volksmarine gebauten Hafen auf.

1993entschied die Bürgerschaft für einen Bebauungsplan zur Entwicklung des Industriehafens. Nun, 20 Jahre später, könnte er in Kraft treten.
2000 bis 2007 sank der Umschlag von 842 000 auf 258 000 Tonnen.

Eckhard Oberdörfer

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