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Greifswald Isegrimm ist längst hier heimisch
Vorpommern Greifswald Isegrimm ist längst hier heimisch
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23:52 08.10.2018
Wölfe sind in unserer Region längst heimisch. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Wolgast/Greifswald

„Es gibt hier mehr Wölfe, als bislang gesichtet wurden“, sagt der ehemalige Leiter des Forstamtes Neu Pudagla auf Usedom, Norbert Sündermann (68). Der Forstdirektor i.R. sieht auch die am Sonnabend auf der B 110 bei Pinnow getötete Wölfin als Beweis für seine Aussage. Denn: Die lebe niemals allein hier. Erst wenn ein junger Wolf ein neues Gebiet wie beispielsweise das Anklamer Stadtbruch oder die Wälder um Murchin erkundet und für lebenstauglich hält, weil genügend Nahrung da ist, hole er eine Wölfin nach. Sündermann, ein erfahrener Forstmann und Jäger, sieht die Anwesenheit des Weibchens als Indiz für Rudelbildung.

Sichtungen seit Jahren

Wölfe leben nach seinen Worten schön länger in unserer Region zwischen Anklam, Wolgast und Greifswald. So sei im vergangenen Jahr auf Usedom nahe Peenemünde eine Wolfsfährte gesichert worden. Bekannt seien aus den Vorjahren und diesem Jahr auch Sichtungen bzw. sogar Übergriffe auf Schafe und Kälber in Katzow, Kemnitz, Wackerow, Hanshagen, Neu Boltenhagen und auf der Insel Koos. Der Landwirt Dr. Jens Holzhausen aus Netzeband bestätigt das. Er hat mit seiner Wildkamera eindeutig mehrere Wölfe aufgezeichnet.

Panikmache unangebracht

Der ehemalige Forstamtsleiter Sündermann hält Panikmache dennoch für unangebracht, auch wenn der Wolf mittlerweile politisch hoch angebunden ist. „Der Mensch ist keine Beute für ihn, sondern sein natürlicher Feind, vor dem er wegläuft“, betont der Fachmann, der 1974 erstmals einen Wolf in Fürstenwalde begutachtet hat.

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