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Jobs für Studenten sind heiß begehrt

Greifswald Jobs für Studenten sind heiß begehrt

In der vorlesungsfreien Zeit ist die Nachfrage nicht höher als sonst. Gut bezahlte Stellen sind allerdings rar.

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Eine junge Frau informiert sich über Angebote für Studentenjobs.

Quelle: dpa

Greifswald. Die Uni ist verlassen. Vor der Bibliothek stehen immer weniger Fahrräder. Die Semesterferien haben auch den letzten hausarbeitsgeplagten Studenten erreicht. Eine Zeit der Ruhe und Entspannung. Für viele Kommilitonen in Greifswald ist das Wunschdenken. Sie arbeiten in den Semesterferien. Kellnern, Brötchen verkaufen, im Supermarkt an der Kasse — überall finden sich Studenten, die sich etwas dazuverdienen. Doch arbeiten offenbar in den Ferien nicht mehr als in der Vorlesungszeit.

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Ich finde die Bezahlung hier in Greifswald zu gering. Da fahre ich lieber in den Ferien nach Hause und arbeite da.“Alexander Müller (19)

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Paula Isringhausen (22), selber Studentin, weiß aus Erfahrung: „Die Nachfrage ist in der vorlesungsfreien Zeit nicht größer als sonst. Aber das Interesse ist allgemein sehr groß. Die angebotenen Jobs sind immer nach wenigen Stunden vergeben.“ Isringhausen arbeitet nebenbei im Bereich Werbung. Bei denen von ihr per Inserat angebotenen Stellen geht es um Kundenwerbung. „Die Arbeitzeiten können flexibel eingeteilt werden: Das ist bei Studenten sehr beliebt“, erklärt Isringhausen die rege Nachfrage. „Und wir zahlen zehn Euro pro Stunde, mehr als die meisten Unternehmen in der Umgebung.“

So ein hoher Stundenlohn ist selten, das bestätigt Karen Kunkel, die Pressesprecherin der Greifswalder Arbeitsagentur. Auch sie konnte bisher nie eine größere Nachfrage nach Arbeit während der Ferien feststellen. Stattdessen würden in den Ferien viele Praktika absolviert, schätzt Kunkel ein. In vielen Fällen erhielten die Teilnehmer sogar Geld. Praktika sind demnach eine gute Alternative zur Arbeit.

„Viele Studenten wenden sich bei der Jobsuche auch nicht an die Agentur für Arbeit, sondern sprechen die potenziellen Arbeitgeber direkt an“, schildert die Sprecherin. Oft seien Aushänge mit Angeboten am Schwarzen Brett in der Mensa oder in den Räumen des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) zu finden. An die dort verzeichneten Ansprechpartner würden sich die Studenten dann wenden.

„Oder sie gehen in das Berufsinformationszentrum“, so Kunkel. Dort können sich die Arbeitsinteressierten informieren, welche Jobs sie überhaupt ausüben und wie viel sie verdienen dürfen, ohne Kürzungen beim Bafög zu riskieren.

Zwar nicht über das Schwarze Brett, aber selbstständig hat sich Philipp Hacker seine Stelle für die Ferien gesucht: „In Greifswald etwas zu finden, das ist nicht so leicht“, erzählt er. „Die meisten Arbeitgeber suchen Leute, die längerfristig bleiben wollen und nicht nur für drei Monate im Sommer.“ Der 20-jährige Student ist nun für zwei Wochen in seiner Heimatstadt Jarmen bei einer Baufirma beschäftigt. „Dort arbeite ich schon das dritte Jahr. Die Arbeit macht Spaß und ich kann selbst bestimmen, für wie viele Wochen ich arbeiten möchte“, erklärt Hacker. Er arbeitet, um sich seinen Urlaub zu finanzieren, dafür ist diese Tätigkeit die richtige. Wie die meisten seiner Kommilitonen ist er sich nicht zu schade, beim Arbeiten auch mal mit anzupacken. Viele üben Minijobs aus, denn die meisten, die arbeiten müssen, tun dies das ganze Jahr über und nicht nur in den Ferien, schätzt Kunkel ein: „Die Studenten nehmen eigentlich alle Jobs an. Wählerisch ist da keiner.“ Das geht auch gar nicht, da es oft zu wenige Angebote gibt, die von den jungen Leuten ausgeführt werden können: „Minijobs mit besonderer Qualifikation, wie beispielsweise Hausmeister, fallen immer raus, weil die Studenten die nicht haben.“ So passiert es oft, dass die Nachfrage größer ist als das Angebot. Deswegen arbeiten viele in der Heimat, wenn sie in den Ferien ihre Familie besuchen. Einen Job allerdings gibt es, der immer in der Wintersaison vergeben wird. Ganz wie bei Loriot, sucht Kunkel jedes Jahr Studenten, die sich gerne verkleiden: „Weihnachtsmänner, die suchen wir jeden Winter. Für Auftritte in Kindergärten, Schulen, auf Feiern und so weiter. Das ist ein gut bezahlter Job, der auch noch Spaß bringt. Also, wer jetzt schon weiß, dass er sich ein bisschen Weihnachtsgeld dazuverdienen möchte, der soll sich bei uns melden.“

 



Stella Scholl

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