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Jubel nach dem ersten Saisonsieg

Greifswald Jubel nach dem ersten Saisonsieg

Uni-Volleyballer bezwingen die Reserve der KMTV Eagles aus Kiel mit 3:1.

Greifswald. Die Regionalliga-Volleyballer der HSG Uni Greifswald haben ihr Heimspiel gegen die KMTV Eagles II aus Kiel am Wochenende mit 3:1 (25:23, 25:19, 22:25, 25:23) gewonnen. Vor rund 80 Zuschauern in der Mehrzweckhalle gelang damit der erste Sieg im vierten Spiel der Saison. „Wir sind froh, dass der Knoten endlich geplatzt ist und wir unsere ersten Punkte sammeln konnten. Die Mannschaft hat heute viel Moral bewiesen und sich im vierten Satz dafür belohnt“, sagte Trainer Roy Brückmann nach dem spannenden Duell.

Das Spiel begann dabei für die Hausherren denkbar ungünstig. Mittelblocker Tobias Kroniger verletzte sich beim Einschlagen am Knöchel und fällt vermutlich bis zum Jahreswechsel aus. Kroniger hatte sogar schon auf der Aufstellungskarte gestanden, so dass gleich zu Spielbeginn ein Wechsel für die Einwechslung von Christian Hühr genutzt werden musste. Die Greifswalder starteten dann auch sehr holprig ins Spiel und gerieten mit 7:11 in Rückstand. Nach und nach fand die HSG aber ins Spiel und verringerte mit druckvollem Aufschlag und guter Abwehrarbeit den Rückstand. Bei der letzten Auszeit stand es 22:23. Kiel konnte keine Angriffspunkte mehr erzielen und verlor den Satz durch ein unerlaubtes oberes Zuspiel des Liberos mit 23:25.

„Ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft heute so helfen konnte. Auch wenn ich eher überraschend auf dem Feld stand, habe ich schnell ins Spiel gefunden“, erklärte Christian Hühr, der den verletzten Kroniger unter anderem durch drei direkte Blockpunkte und viele gute Aufschläge sehr gut ersetzte.

Mit Tom Reimer statt Tom Kokot in der Startaufstellung für die Zuspielerposition startete Greifswald in Satz zwei und lag erneut schnell mit 1:5 zurück. Nach der Auszeit stabilisierte sich das Spiel und die Anzahl an unnötigen Fehlern wurde reduziert. Der im Vergleich zu den letzten Spielen variablere und schnellere Angriff zeigte Wirkung – die HSG ging mit 19:15 in Führung und holte den Satz mit 25:19.

Danach war das Ziel klar. Die Kieler sollten ohne Punkte die Heimreise antreten. Folglich musste das Spiel 3:1 oder besser noch 3:0 gewonnen werden. „Natürlich darfst du in dem Moment noch nicht über den Sieg nachdenken, denn noch hat man ja nicht gewonnen – leider haben wir in Satz drei etwas nachgelassen und so das ganze Spiel noch einmal spannend gemacht“, beschrieb Mannschaftskapitän Stephan Gielow die Situation nach der 2:0 Führung.

So sahen die Zuschauer in Satz drei ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die HSG stets mit drei Punkten zurücklag und insgesamt zu unentschlossen agierte. Die Gäste nutzten das am Ende aus, gewannen mehr Sicherheit im Angriff und den Satz mit 25:22.

Brückmann appellierte an seine Männer, wieder disziplinierter zu agieren, doch erneut gerieten die Einheimischen mit 5:10 ins Hintertreffen. Nach drei positionsgetreuen Wechseln – unter anderem im Zuspiel – hielt die HSG den Rückstand, konnte aber keinen Boden gutmachen. Beim Stand von 16:21 deutete viel auf einen fünften Satz hin. Eine Aufschlagserie von Tom Kokot in Kombination mit einer starken Blockreihe sorgte jedoch für die Wende. Über 19:22 glich die HSG mit viel Energie und neuem Glauben an den Sieg zum 23:23 aus. Mit gelungener Abwehr und Zuspielen über Mittelblocker Martin Fröhlich gelang der nächste Punkt und plötzlich hieß es: Matchball für Greifswald. Mannschaftskapitän Gielow schritt zum Aufschlag und vollendete das Greifswalder Glück mit einem Ass. So kam es nach vier Sätzen zum Siegerfoto in Jubelpose.

HSG Greifswald: Tom Reimer, Martin Fröhlich, Stephan Gielow, Felix Kamberg, Mike Brattke, Ove Gürtler, André Heinrichs, Nils Meier, Tom Kokot, Christian Hühr, Jörg Mischkale.

Nils Meier

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