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Greifswald Jubiläum eines besonderen Vereins
Vorpommern Greifswald Jubiläum eines besonderen Vereins
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00:01 30.08.2016
20 Jahre ÖdS – gemeinsam auf Jubiläumsfahrt: Jürgen Drenckhan (M.), Martina Hadlich und Heinz Kissel. Quelle: Peter Binder

Geburtstagswetter gestern für den Verein Öffnung der Schulen: Anlässlich des 20-jährigen Bestehens ging es mit der „Greif“ und zahlreichen Gästen an Bord hinaus auf den Bodden. Mit dabei waren auch Vertreter vieler Greifswalder Schulen und der frühere Senator Jürgen Drenckhan, denn der Verein Öffnung der Schulen, kurz ÖdS, steht wie kein anderer für die Einführung von Sozialarbeit an Bildungseinrichtungen.

Der Verein ÖdS

30 Mitglieder zählt der Verein Öffnung der Schulen (ÖdS) heute. Die Idee zur Vereinsgründung hatte der damalige Greifswalder Senator Jürgen Drenckhan.

9 hauptamtliche Mitarbeiter zählt das ÖdS-Team, acht Schulen werden betreut. Der Verein wirkt bei der Jugendhilfeplanung und im Projektrat Schulsozialarbeit des Landkreises mit.

Vereinsvorsitzender Heinz Kissel erinnert sich noch genau an den Anfang: „Das Projekt ÖdS geht auf eine Idee von Drenckhahn zurück. Es startete im November 1993 mit 15 ABM-Kräften. Ein Jahr später, im Dezember 1994, wurden erneut 30 ABM-Kräfte eingestellt. Dadurch konnten 15 Realschulen in und um Greifswald sowie drei Gymnasien außerunterrichtliche Kinder- und Jugendarbeit anbieten“, schildert er. Im August 1996 gründeten dann 26 Mitglieder den Verein. „Dadurch war es möglich, die Mitarbeiter im Bereich Sozialarbeit und Freizeitpädagogik zu qualifizieren“, erklärt Kissel.

Die Arbeit des Vereins wird überall schnell schätzen gelernt, denn dank des Engagements solcher Mitglieder wie Heinz Kissel, Sylvia Vierling vom Jugendamt und Heike Kagel als Schulleiterin wird es möglich, den Aufgabenbereich zu erweitern. Ab 1999 begleiten Mitarbeiter deshalb Kinder auf ihrem Weg zwischen Schule und Hort und auch die Hortbetreuung. Auch in die Präventionswoche wird sich bis heute übrigens mit verschiedenen Projekten eingebracht. Ab 2008, so Kissel, sei dann die Schulsozialarbeit der Arbeitsschwerpunkt des Vereins geworden. Nach Aussage des Vereinsvorsitzenden gehörten dazu auch regelmäßige, mehrjährige Leistungsvereinbarungen. „Seit 2012 sind wir an acht Schulen der Hansestadt für die Schulsozialarbeit zuständig. Außerdem konnten wir durch Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zwei weitere Schulsozialarbeiterstellen sichern. ÖdS ist eine Erfolgsgeschichte geblieben“, betont Heinz Kissel sichtlich stolz.

Seit zwei Jahren arbeitet der Verein Öffnung der Schulen mit neun hauptamtlichen Mitarbeitern in den Bereichen Einzelfallberatung, soziale Gruppenarbeit, Prävention, Projekt- und Netzwerkarbeit. So bildet ÖdS Streitschlichter aus, organisiert und begleitet Projekte zur gesunden Ernährung, bietet Bewerbungstrainings an. auch Gruppenarbeit zur Stärkung sozialer Kompetenzen oder die Planung des Berufsweges hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben. „Ganz wichtig: Wir hören auch mal einfach nur zu, wenn junge Leute etwas auf dem Herzen haben“, meint Kissel.

Machbar sei das nur dank zahlreicher Kooperationspartner. Dazu gehörten neben dem Landkreis und der Stadt auch Schulleiter, der Präventionsrat, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie Partner und Sponsoren in der Wirtschaft. „Deshalb unsere Dankeschön-Fahrt mit der ’Greif’.“ Nachdrücklich fordert der Vereinsvorsitzende aber eine langfristige Finanzierung der Schulsozialarbeit.

Cornelia Meerkatz

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