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Greifswald Jüngster Studentenclub feiert Jubiläum
Vorpommern Greifswald Jüngster Studentenclub feiert Jubiläum
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08:48 15.07.2013
Die Studentinnen Maika Helmholz (20) und Dominique Möller (21, v.l.) gehen gern im Mensaclub Greifswald feiern. Quelle: Svenja Blank
Greifswald

Es begann mit kleinen Partys an Donnerstagen — heute ist der Mensaclub einer der beliebtesten Orte zum Feiern für Studenten. In diesem Jahr feiert er sein 20. Jubiläum und hat seit der Gründung viele Veränderungen durchlebt. War der Club im Eröffnungsjahr 1993 noch ein Raum mit kleiner Tanzfläche für 40 bis 50 Leute und etlichen Bierstubenmöbeln, besitzt er mittlerweile zwei Tanzflächen, Bars und feste Sitzecken. Auch für Nichtstudenten ist er ein beliebter Anlaufpunkt geworden.

„Die Arbeit hier macht unheimlichen Spaß“, sagt Pierre Flade. Der 31-Jährige ist bereits seit 13 Jahren Clubmitglied. „Es kann aber schon mal stressig werden.“ Zwischen 30 und 40 Clubbies, wie sie genannt werden, arbeiten derzeit aktiv im Mensaclub. Und das ehrenamtlich und freiwillig. „Wir investieren viel Zeit in die Arbeit hier“, erklärt Flade. „Aber es lohnt sich. Das Studium geht jedoch natürlich immer vor.“ In der Vergangenheit habe der Club einige harte Schläge einstecken müssen: Kurz vor Weihnachten 2003 schloss die Feuerwehr den Keller wegen fehlender Notausgänge. Doch schon im nächsten Jahr eröffnete der Club den Keller neu. Ein Notausgang führt nun durch die Bibliothek.

Nicht jedem gefiel die Mensa am Schießwall als Ort zum Feiern. Besonders eine Anwohnerin ließ nicht locker. Beschwerdegrund: Die Partygäste seien zu laut. Der Streit eskalierte, der Club stand kurz vor seiner Schließung. Doch 2008 einigte man sich und verlegte den Eingang auf den Hinterhof. Der Beliebtheit des Clubs tat das keinen Abbruch. Viel Unterstützung erhielten die Mitstreiter vom Studentenwerk, besonders bei Renovierungsarbeiten. Aus der kleinen Theke der Anfangszeiten, als Gäste auch mal sieben Minuten auf ein Bier warten mussten, wie Flade erzählt, wurde ein neuer Tresen;

aus der Musikanlage ein erhöhtes DJ-Pult.

Heute werden den Studenten aber nicht nur Partys geboten. So lädt der Club regelmäßig zu Kinoabenden mit deutschen und englischen Filmen ein. Auch mit den Fachschaftsräten arbeiten die Mitglieder eng zusammen. „Mit der Deutschen Philologie haben wir den Poetry Slam ins Leben gerufen“, erklärt Flade. „Das ist ein moderner Dichterwettstreit. Dieses Jahr findet er bereits zum fünften Mal statt.“

Darüber hinaus veranstaltet der Club zwei Tanznächte pro Jahr. Eine im Sommer, eine im Winter. Wem das nicht gefällt, der kann an den regelmäßigen Gruftgesängen teilnehmen. Auch bei Univeranstaltungen helfen die Clubbies immer wieder aus. „Jeder kann zu uns kommen, um die Parties auch mal von der anderen Seite des Tresens zu sehen und Mitglied zu werden“, so Flade. Die einzige Voraussetzung: Student müsse man sein.

Svenja Blank

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