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Jugendamt hat jetzt einen Plan

Greifswald Jugendamt hat jetzt einen Plan

Nach Fenster-Rettung von kleinem Jungen: Familie bekommt Hilfe.

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In diesem Haus in der Hertzstraße stand das Kind im vierten Stock — in mehr als zehn Metern Höhe — am offenen Fenster.

Quelle: pb

Greifswald. Das Jugendamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat einen Schutzplan für das Kleinkind erstellt, das am Montag in der Heinrich-Hertz-Straße zehn Minuten auf dem Brett eines offenen Fensters im vierten Stock schwankte und herunterzufallen drohte (die OZ berichtete).

Das Kind werde in der Familie bleiben, sagte die stellvertretende Amtsleiterin Sylvia Vierling. Es gebe aus Sicht der Behörde keine permanente Kindeswohlgefährdung, die eine Inobhutnahme des 20 Monate alten Jungen rechtfertige. Die Eltern würden eine Familienbegleitung erhalten und hätten bereits einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung gestellt. „Die Mutter fühlt sich mit derzeit drei Kindern überfordert.“ Um eine erneute, akute Gefährdung zu verhindern, würden zunächst die Fenster gesichert.

Die Familie hatte bereits vor einigen Jahren nach der Geburt des ersten Kindes Hilfe zur Erziehung erhalten. Nach Angaben des Jugendamtes war diese Unterstützung erfolgreich.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls war die Mutter in der Küche. Auch der Vater und die Geschwister hätten laut Angaben der Polizei nichts von der lebensgefährlichen Situation mitbekommen, in der sich der Junge befand.

Aufmerksame Berufsschüler sahen zufällig das Kleinkind im offenen Fenster von der Straße aus. Sie versuchten von unten aus den Jungen zu animieren, wieder in die Wohnung zurückzukehren, allerdings erfolglos. Dann alarmierten sie die Polizei. Mit Pullovern und Decken, die sie von Anwohnern erhielten, bereiteten sie sich darauf vor, das Kind im Ernstfall auffangen zu können. Erst die Polizeibeamten, die in die Wohnung eindrangen, holten den Jungen vom Fensterbrett.

Es wurde Anzeige wegen der Verletzung der Aufsichtspflicht aufgenommen. Das Jugendamt wurde auch eingeschaltet, weil die Wohnung auf die Beamten einen kritischen Eindruck machte. Die Räumlichkeiten sollen zudem stark renovierungsbedürftig sein.

 



OZ

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