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Greifswald Jugendarbeit braucht mehr Gehör
Vorpommern Greifswald Jugendarbeit braucht mehr Gehör
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00:00 07.06.2017
Greifswald

Offene Jugendarbeit kann vielfältig sein. Darunter fallen etwa Angebote wie Schulsozialarbeit, politische und kulturelle Jugendbildung, Medienbildung, Freizeitpädagogik oder internationale Jugendarbeit. All diese Dinge hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald in seiner Jugendhilfeplanung zusammengefasst und für die Jahre bis 2020 fortgeschrieben.

Der Kreistag verabschiedete das Planungsdokument auf seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit. Abgeordnete zollen der Verwaltung Respekt für diese Arbeit, allerdings gibt es auch Unzufriedenheit.

So kommentiert SPD-Kreistagsmitglied Erik von Malottki die Erarbeitung als „guten Planungsprozess“. Viele Angebote seien eine Hilfestellung bei der Entwicklung junger Persönlichkeiten, auch wenn es zum Beispiel darum gehe, Schulabbrüche zu vermeiden. Doch um diese Arbeit nicht zu gefährden, sei es sinnvoll, mit den Vereinen mehrjährige Leistungsvereinbarungen abzuschließen, so Malottki. Diese Verträge würden unter anderem Aussagen zu den jährlichen Zuschüssen beinhalten, aber auch Pflichten der Zuschussempfänger formulieren. Birgit Socher (Linke) bekräftigte diese Forderung:

Leistungsvereinbarungen, wie sie schon vor Jahren in der Hansestadt Greifswald selbstverständlich waren, „geben nicht nur den Vereinen mehr Planungssicherheit, sondern sind auch für die Kinder und Jugendlichen enorm wichtig“, so Socher. Zudem sprach sie sich dafür aus, dass Jugendarbeit endlich nicht mehr als freiwillige, sondern als Pflichtaufgabe definiert werde.

Tino Höfert, jugendpolitischer Koordinator des Kreis- und des Stadtjugendrings, kann das nur unterstreichen: „Jugendarbeit ist Pflichtaufgabe der kommunalen Daseinsfürsorge. Das Planungsdokument zeigt deutlich auf, dass der Bedarf höher als die bestehende Angebotsvielfalt ist. Doch um mehr zu machen, muss auch mehr Geld in die Hand genommen werden.“ ph

OZ

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