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Jung und Alt verschönern Park

Behrenhoff/Greifswald Jung und Alt verschönern Park

Behrenhoffer nutzen das Frühlingswetter für einen Arbeitseinsatz / Greifswalder helfen im Arboretum

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Andreas Thüm, André Keßler und Dieter Wegner verpassen einem jungen Baum einen Rundumschutz.

Quelle: Petra Hase

Behrenhoff/Greifswald. Laubhaufen säumen die Wege im Park von Behrenhoff. Herabgefallene Äste werden zusammengetragen, Neuanpflanzungen erhalten einen fachmännischen Rundumschutz: Die Gemeinde Behrenhoff lud am Sonnabend zu einem Arbeitseinsatz und etwa 60 Einwohner ließen sich nicht lange bitten.

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Behrenhoffer nutzen das Frühlingswetter für einen Arbeitseinsatz / Greifswalder helfen im Arboretum

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„Mein Vater hat mich gebeten, heute mitzumachen, er selbst hatte keine Zeit“, begründete Felix Weinitschke sein Kommen. Mit seinen 19 Jahren gehörte er wohl zu den jüngsten Helfern. Doch Missmut über die geopferten Stunden war in seinem Gesicht nicht zu erkennen. Ganz im Gegenteil: „Der Park ist voll schön. Ich wohne gerne in Behrenhoff, es sieht alles recht ordentlich aus. Warum sollte ich also nicht mitmachen, damit es so bleibt“, sagt der angehende Erzieher.

Auch für Dieter Wegner war es eine Selbstverständlichkeit, bei der Aktion dabei zu sein. Und das im Alter von immerhin 74 Jahren. „Es macht schließlich Spaß“, versicherte er glaubhaft. Kräftig packte der Rentner mit zu, als es darum ging, einer Kaukasischen Flügelnuss eine gute Perspektive zu geben. Der Baum gehört zu insgesamt 14 Neuanpflanzungen am Wochenende. Da die Stämme allesamt schon eine stattliche Größe aufwiesen, musste Technik her. Und die lieferte wiederholt Firma Heydenholz, die seit sieben Jahren im Dorf ansässig ist. „Dieser Frühjahrsputz hat eine lange Tradition“, sagt Firmenchef Stephanus Timm, der mit drei Kollegen, Bagger und anderem Gerät bei den Arbeiten half.

Ins Leben gerufen hatte diesen „Park- und Friedhofstag“ vor über 20 Jahren das einstige Gemeindeoberhaupt Klaus Ulrich, der am Sonnabend mit seinen 75 Jahren ebenfalls noch voller Elan zur Harke griff. Da Bürgermeister Markus Clausen verhindert war, diente er dem einen oder anderen als Ansprechpartner. Ulrich liebt den etwa zehn Hektar großen Park. Ein Kleinod, das mit seinen Schneeglöckchen, den Anemonen, Rhododendren und natürlich den wuchtigen Bäumen nicht nur für die Behrenhoffer Magnetwirkung besitzt. „Traurig nur, dass sich jedes Jahr auch Diebe einfinden, um hier die eine oder andere Pflanze in einer Tüte mitgehen zu lassen“, kritisiert der Ex-Bürgermeister.

Nichtsdestotrotz nimmt die Entwicklung des Parks ihren Lauf. Landschaftsgärtner Gernot Hübner hat in der Vergangenheit dazu beigetragen, die alte Anlage wieder neu erstrahlen zu lassen. Obwohl einzelne Maßnahmen, etwa Abholzungen, nicht bei allen Dorfbewohnern auf Verständnis stoßen, wie es am Sonnabend hieß.

Schrittweise werde jetzt auch der kleine Sportplatz im nördlichen Bereich zurückgebaut, berichtete zudem Gemeindearbeiter Waldemar Postrach. Der sah den freiwilligen Einsatz der Leute mit großer Freude, denn Arbeit gebe es im Park und auf dem Friedhof reichlich.

Aber nicht nur dort. Etwa zur gleichen Zeit schafften auch gut 70 Frauen, Männer und sogar Kinder im Arboretum, der Parkanlage der Universität. In „guter Stimmung und mit viel Elan“ sei der Frühjahrsputz zur Saisoneröffnung verlaufen, berichtete Ingrid Handt, technische Leiterin des Botanischen Gartens. Die fleißigen Helfer befreiten Wege und Rasenflächen von altem Laub und Ästen, putzten Bänke sowie Etiketten. „Zum Abschluss gab es in gemütlicher Runde eine Stärkung mit Bärlauchquark, Brötchen und selbstgebackenem Kuchen“, so Handt, die dankbar sei „für den großartigen Einsatz“.

Für die wenigen Gärtner des Arboretums sei diese Aktion eine tolle Unterstützung gewesen und zugleich ein Zeichen dafür, dass Greifswalder und Studenten dem Arboretum eine große Wertschätzung entgegenbrächten. Die grüne Oase am neuen Campus Beitzplatz ist jetzt wieder täglich von 9 bis 18 Uhr für Spaziergänger geöffnet.

Denkmalgeschützte Parkanlage

Behrenhoff gehörte einst der Familie von Behr. Louise von Heyden, Witwe des 1838 verstorbenen Carl Felix Georg von Behr, ließ in den 1840er Jahren nach dem Plan von Peter Joseph Lenné einen Landschaftspark anlegen. Es handelte sich dabei um den nördlichen Teil des heutigen Parks. Der südliche Teil, einst Moorgebiet, wurde später trockengelegt und auch gestaltet.

Von Petra Hase

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