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Greifswald Kätzchen Emma sucht ein neues Zuhause
Vorpommern Greifswald Kätzchen Emma sucht ein neues Zuhause
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10:54 09.08.2018
Tom Biermann, studiert Politikwissenschaften und arbeitet nebenbei als ehrenamtlicher Helfer im Greifswalder Tierschutzbund. Die kleine Emma ist gerade einmal ein paar Wochen alt und wurde am Strandbad Eldena in einer Transportbox ausgesetzt. Quelle: Christin Weikusat
Greifswald

Das Kätzchen Emma wurde neun Wochen nach ihrer Geburt ausgesetzt. Man fand sie bei sengender Hitze vor dem Strandbad Eldena in einer Transportbox – ohne Wasser oder Futter. Die Katzen Nando und Flecki wären fast verhungert, weil sich ihr Besitzer nicht mehr um sie kümmerten. Es sind nur zwei Schicksale aus dem Greifswalder Tierschutzbund, der sich seit über 20 Jahren vorwiegend um ausgesetzte, verletzte oder nicht mehr gewollte Katzen kümmert. Aktuell befinden sich über 20 Tiere in Räumen des Tierschutzbundes. Davon 14 Kätzchen, zwei Hasen und ein Hund. Weitere Tiere sind vorübergehend bei privaten Pflegestellen untergebracht. „Unsere Aufgabe besteht hauptsächlich darin, die Katzen, die hier ankommen, zu kastrieren und zu vermitteln“, sagt Corinne Massow vom Tierschutzbund. Sie bedauert, dass die Halter ihre Tiere nicht selbst kastrieren: „Katzen werfen etwa zwei Mal pro Jahr und haben einen Wurf zwischen vier und sechs Kätzchen. So wird der Bestand von frei lebenden Katzen immer höher.“

Finanzierung ausschließlich über Spenden

Pro Jahr werden bis zu 200 Tiere bei dem Verein abgegeben. Der größte Teil kann vermittelt werden. Derzeit engagieren sich etwa zehn aktive Mitglieder im Verein, „dazu haben wir zwischen 50 und 60 stille Mitglieder“, sagt Massow. Zu wenig für den Verein, der mehr tun möchte. „Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und stoßen an unsere Grenzen. Normalerweise bräuchten wir ein bis zwei Festangestellte“, sagt Massow weiter. Neben den Ehrenamtlern arbeiten auch Ein-Euro-Jobber oder Bundesfreiwilligendienstler im Tierschutzbund, die sich liebevoll um die Tiere kümmern. Um mehr potenzielle Spender auf sich aufmerksam zu machen, veranstaltet der Verein einmal im Jahr ein Sommerfest, das kommenden Sonnabend stattfindet. „Die Leute können sich umschauen und unsere Tiere besser kennenlernen. Dazu gibt es einen kleinen Flohmarkt, Stockcar, eine Hüpfburg und Musik.“ Und vielleicht finden Emma, Nando, Flecki und die anderen ein neues zu Hause.

Sommerfest des Tierschutzbundes: Sonntag, 12. August, von 14 bis 17 Uhr, Grimmer Straße 11

Christin Weikusat

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