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Greifswald Karlsburg votiert für Gemeindefusion
Vorpommern Greifswald Karlsburg votiert für Gemeindefusion
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12:57 05.12.2018
Die Gemeinde Karlsburg ist finanziell angeschlagen. Um künftig wieder etwas mehr Gestaltungsspielraum zu haben, sprach sich die Gemeindevertretung mehrheitlich für ein Zusammengehen mit Züssow und Lühmannsdorf aus. Quelle: OZ
Züssow

In Züssow und Lühmannsdorf werden am Donnerstagabend die Weichen für die Zukunft gestellt. In beiden Orten entscheiden die Abgeordneten, ob es zum Zusammenschluss der Gemeinden Züssow, Lühmannsdorf und Karlsburg kommen wird. Zusammen hätten sie rund 3200 Einwohner.

Die Gemeindevertreter von Karlsburg haben sich bereits am Montag mehrheitlich für eine Fusion ausgesprochen. „Sie ist der einzige Weg, ein Großteil unserer Schulden abzubauen“, sagt Bürgermeister Rolf Warkus. Er habe für die Fusion plädiert, da nur sie den Gemeinden die Chance biete, mit stärkerer Stimme aufzutreten und Investitionen zu tätigen. Aufgrund der schlechten Finanzausstattung durch das Land seien kleine Gemeinden dazu nicht mehr in der Lage.

Ähnlich denkt Esther Hall, Bürgermeisterin von Lühmannsdorf. Auf einer Bürgerversammlung habe sie die finanzielle Situation der Gemeinde verdeutlicht. „Wir haben jetzt ein Defizit von einer halben Million Euro. In den nächsten Jahren würden weitere Schulden hinzukommen“, sagt sie. Mit der vom Land angekündigten Hochzeitsprämie könnten Schulden getilgt werden. „Und wir hätten die Chance, gemeinsam Geld anzusparen, um zu investieren – zum Beispiel in den Radweg von Moeckowberg nach Lühmannsdorf, damit die Kinder gefahrlos zur Schule kommen können.“ Deshalb hoffe sie, dass die Gemeindevertretung mehrheitlich für die Fusion votiert, wie sie es probeweise bereits im November tat.

Spannend kann es zur gleichen Zeit noch einmal in Züssow werden. Zwar spricht sich auch Bürgermeister Eckhart Stöwhas für eine Fusion aus, doch wie die Entscheidung der Gemeindevertretung falle, wagte er vorab nicht zu sagen. „Manche sehen bei einer Fusion einen Identitätsverlust oder fehlende Bürgernähe als Problem. Doch das liegt letztlich an jedem Bürger selbst, wie er sich einbringt.“ Sitzungsbeginn: jeweils 19 Uhr. ph

Petra Hase

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