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Greifswald Kaum genutzt: Bald gibt es nur noch sieben Fernsprecher
Vorpommern Greifswald Kaum genutzt: Bald gibt es nur noch sieben Fernsprecher
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00:01 09.07.2016

Während jeder Deutsche statistisch heute mindestens ein Handy besitzt, gibt es nur noch rund 30000 öffentliche Fernsprechzellen der Telekom. Und selbst diese werden immer seltener genutzt. Deswegen baut die Telekom in Greifswald Telefonzellen ab. Derzeit gibt es noch12 Fernsprecher im Stadtgebiet. Fünf sollen in diesem Jahr verschwinden.

Die Telefonzellen, die am wenigsten genutzt werden, sind die im Brooker Weg in Riemserort, in der Siemensallee und in der Makarenkostraße. Pro Monat wurde dort zuletzt nicht mal ein Umsatz von einem Euro erzielt, so Pressesprecher Georg von Wagner. Deswegen stehen diese drei auf der Streichliste. Ebenfalls entfernt werden sollen die öffentlichen Telefone in der Lomonossowallee und im Kooser Weg.

Hier lag der Monatsumsatz zuletzt durchschnittlich unter 15 Euro. „Der Kunde ist der Architekt des Telefonzellennetzes“, sagt Georg von Wagner. „Der Unterhalt kostet Geld, so für Strom, Standortmiete und Wartung.“ Extrem unwirtschaftlich seien Telefonzellen, die maximal 50 Euro im Monat einbringen, was noch nicht alle Kosten decke. Deswegen dürfen solche Fernsprecher abgebaut werden.

Allerdings nur dann, wenn die Kommune und die Bundesnetzagentur zustimmen. Die 50-Euro-Marke erreicht derzeit nur eine der Greifswalder Telefonzellen. Das ist der Fernsprecher am Bahnhof. Hier soll künftig auch die – inzwischen übliche – Verwendung von Karten möglich sein. Kombigerät nennt man das. An Bahnhöfen und Flughäfen sind öffentliche Telefone in ganz Deutschland noch gefragt.

Mit unter 45 Euro Umsatz sind die Fernsprecher am Markt und in der Straße des Friedens gemeinsam die Nummer zwei unter den genutzten öffentlichen Telefonen Greifswalds.

Vor drei Jahren startete die Telekom schon einmal den Vorstoß, die Telefonzellen Kooser Weg 3, Lange Straße 41 und Makarenkostraße 36 abzubauen, weil die Einnahmen schon damals deutlich unter den für die Telekom anfallenden Kosten lagen. Kooser Weg und Makarenkostraße erhielten 2013 eine Gnadenfrist, weil der Seniorenbeirat gefordert hatte, dass an wichtigen Punkten eine Grundversorgung bestehen bleibe. 2016 stehen die drei Telefone wieder auf der Streichliste. Die zuständigen Ortsräte haben bis auf den Standort Makarenkostraße zugestimmt. Dort gebe es noch Klärungsbedarf, so Stadtsprecherin Andrea Reimann. Informationen benötige man unter anderem noch zur Funktionstüchtigkeit dieses Apparates und der Bereitschaft der Telekom zu einer Reparatur. Insgesamt werde die Verwaltung mit großer Sicherheit dem Votum der Ortsräte folgen.

Eckhard Oberdörfer

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