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Kein sportlicher Kompromiss in Sicht

Greifswald Kein sportlicher Kompromiss in Sicht

Kreissportbund schließt hauptamtlichen Mitarbeiter in Greifswald aus / Stadtsportbund ist empört

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Auch für die Integration der Flüchtline wird ein An- sprechpartner benötigt.“Dirk Scheer, Kreissozialdezernent

Greifswald. Verhärtete Fronten und kein Ende in Sicht. So lässt sich das Verhältnis zwischen dem Kreis- und dem Stadtsportbund beschreiben. Grund ist der Beschluss des Vorstandes, dass der Kreissportbund künftig nur noch von Anklam aus agiert. In der Hansestadt, die zugleich auch Kreisstadt ist, soll es nach dem Willen der Verantwortlichen kein Büro mehr geben.

Da aber allein die Vereine des Greifswalder Sportbunds mit ihren rund 13000 Mitgliedern ein Drittel der Mitglieder des Kreissportbundes ausmachen, fühlen sich nicht wenige nun brüskiert und nicht mehr ausreichend vertreten.

Bernt Petschaelis, Vorsitzender des Stadtsportbundes Greifswald, berichtete im Sportausschuss noch einmal umfänglich von den Bemühungen der Greifswalder, sich mit dem Kreissportbund zu einigen. Ziel sei es, in der Hansestadt wenigstens ein Büro mit einem Mitarbeiter als Ansprechpartner für die Vereine vorzuhalten. „Aber sowohl die Vorsitzende Virginia Paul-Walther aus Karlshagen als auch die Stellvertreterin Christhilde Hansow aus Eggesin schalten auf stur und haben kein Einsehen, dass dies eine gute Lösung für alle Beteiligten wäre“, schilderte Petschaelis im Ausschuss. „Die Gespräche sind definitiv gescheitert.“Dabei sei es in MV in allen Kreisen so, dass sich die Geschäftsstellen der Sportbünde in den Kreisstädten befänden.

Der Greifswalder Vorschlag sei zudem mit Stadt und Vereinen abgestimmt worden: Demnach könnte man kostenlos die Räume im Gebäude des ehemaligen „Golden Goal“ nutzen. Außerdem habe man dem Vorstand angeboten, wie bisher dort die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern durchzuführen. „Doch da war keine Kompromissbereitschaft“, so Petschaelis. Stattdessen habe der Kreissportbund jetzt für seine Mitarbeiter ein 120 Quadratmeter-Büro für zehn Jahre angemietet. Er empfinde das als Vergeudung von Geldern, die lieber den Vereinen zugutekommen sollten.

Ausschussvorsitzende Mignon Schwenke (Linke) und auch der Sozialdezernent des Kreises, Dirk Scheer (parteilos), bestätigten die ablehnende Haltung des Kreissportbundes zu allen Vorschlägen aus Greifswald. Sie hatten versucht zu vermitteln. Schwenke regte deshalb an, dass sich alle Fraktionen der Bürgerschaft noch einmal mit diesem Thema beschäftigen sollten. „Für die große Zahl der Sportler und Veranstaltungen, die hier organisiert werden, braucht es einen hauptamtlichen Ansprechpartner vor Ort“, sagte sie. Auch Scheer begrüßte den Vorschlag, denn nach seinen Worten ist Sport auch ein wichtiges Element bei der Integration von Flüchtlingen. „In Greifswald leben immerhin 1000 Flüchtlinge, ein Drittel davon sind Kinder. Sport ist enorm wichtig, um gerade Kinder und Jugendliche zu integrieren“, betonte er und hofft, dass der Kreissportbund noch einmal über seine Haltung nachdenkt.

An die Adresse von Virginia Paul-Walter und neuerdings auch Christhilde Hansow gerichtet, gibt es Rücktrittsforderungen, um den Weg für einen Kompromiss freizumachen. So bereits im Vorjahr von Dr.

Volker Worm, dem Vorsitzenden des Greifswalder Sportrates, der die Stadtpolitik berät.

„Kurz und knapp: Nein!“, sagt dazu der Geschäftsführer des Kreissportbundes, Thomas Plank auf Nachfrage der OZ. Er verweist auf eine Presseerklärung vom 30. Januar. „Um die Aufgaben im Kreissportbund in guter Qualität und effizient zu erfüllen, ist es unablässig, dass die vier Mitarbeiter (Endstärke des hauptamtlichen Personals) in einer Geschäftsstelle als Team zusammenarbeiten können“, heißt es dort. Die Entscheidung für Anklam sei keine gegen Greifswald, wird in der Erklärung auch betont. Drei Mitarbeiter in Anklam und einer in Greifswald, wie von den Vertretern der Kreisstadt vorgeschlagen, das stünde ber im Widerspruch zu einem Vorstandsbeschluss vom November.

„Auf der nächsten Vorstandssitzung wird der Sportbund der Hansestadt Greifswald mit Sicherheit wieder Thema sein“, sagt Plank. „Der Vorstand des Kreissportbundes wird auf dem Ordentlichen Kreissporttag am 1. April in Anklam Bericht erstatten.“

 



Cornelia Meerkatz und Eckhard Oberdörfer

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