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Keine Spur von Hilda

Greifswald Keine Spur von Hilda

Greifswalds zahmer Sommerstorch von 2015 ist wie vom Erdboden verschluckt

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Sorgte regelmäßig für Aufregung: die zutrauliche Hilda.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Verendet oder gar gefangen? Greifswalds bekanntester Tierpfleger, Frank Tetzlaff, macht sich Gedanken um einen Storch. Nicht irgendeinen wohlbemerkt, sondern den des Sommers 2015. Damals stolzierte ein besonders zahmes Exemplar tagein, tagaus über den städtischen Marktplatz. Unbeeindruckt vom dortigen Getümmel, landete es ein ums andere Mal vor dem Rathaus und sorgte dort immer wieder neuerlich für Aufsehen. OZ-Leser gewannen das Tier so lieb, dass sie ihm schließlich einen Namen gaben: „Hilda“.

Nach seinem Abflug Ende August 2015 sei der beringte „Kuschelstorch“ vom Ryck wie vom Erdboden verschwunden. „Ich habe nicht eine einzige Meldung über ihn erhalten“, schildert Tetzlaff betrübt. Der Fachmann macht sich keine Illusion: „Ich denke, Hilda ist völlig raus.“ Da sie so zahm war und auch belebte Straßen nicht mied, sei das Schlimmste zu befürchten. „Womöglich wurde sie überfahren.“

Bestenfalls, so Tetzlaff, habe irgendwer den zutraulichen Vogel eingefangen und in eine Voliere gesperrt.

Tetzlaff selbst hatte Hilda 2013 im Greifswalder Tierpark mit der Hand aufgezogen, nachdem sie – noch ein Jungvogel – aus ihrem elterlichen Horst gefallen war. Später setzte er das Tier in ein Nest in Neu Boltenhagen, um es so auszuwildern. Doch richtig wild wurde Hilda nicht. Alsbald begann sie, die Nähe von Menschen zu suchen. Einer ihrer Ausflüge führte sie in die Justizvollzugsanstalt in Stralsund, wo sie von Häftlingen mit Regenwürmern gefüttert wurde. Auf ihrem Zug nach Süden machte Hilda später noch in Thüringen, Tschechien und Österreich auf sich aufmerksam. Wer weiß, vielleicht wird sie auch dort vermisst.

Sven Jeske

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