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Greifswald Kinderparadies im Rosengarten
Vorpommern Greifswald Kinderparadies im Rosengarten
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00:00 23.06.2017

Vogelnest, Flinke Mäuse und Rasselbande – so heißen die drei Gruppen in der Kinderbetreuungseinrichtung „Am Rosengarten“ in der Beimlerstraße. 48 Kinder, davon 14 im Krippenalter, werden von sieben Erziehern betreut. Die Einrichtung ist bereits 55 Jahre alt und hatte ganz am Anfang tatsächlich einmal ihr Domizil im Greifswalder Rosengarten. Als die alte Baracke baufällig wurde, zog die Kita in die Beimlerstraße, wo sie sich das Gebäude mit der städtischen Einrichtung „Lilo Hermann“ teilt. „Wir nutzen den deutlich kleineren Teil des Hauses“, erläutert Leiterin Katja Klutentreter.

Die Rosengarten-Kita wird seit 1994 von einem Elternverein geleitet. Damals sollte die Einrichtung geschlossen werden, doch Eltern und Erzieher nahmen ihr Schicksal selbst in die Hand. „Zum Glück.

Heute sind wir eine eine kleine, familiäre Kindertagesstätte, die sich riesiger Nachfrage erfreut“, berichtet Klutentreter erfreut. Für die Betreuungsplätze gibt es lange Wartelisten. Die Geschäfte führt ein sechsköpfiger Vorstand, außerdem gibt es einen Elternrat.

Ziel der Arbeit der Erzieher ist es, dass die Kinder selbstständig und stark in die Schule starten. „Wir arbeiten deshalb in unserem Haus nach dem situationsorientierten Ansatz. Für uns sind alle Kinder Vorschulkinder, sie können alle Räume nutzen und selbst entscheiden, was sie tun möchten. Ihre Wünsche und Rechte haben oberste Priorität“, sagt Katja Klutentreter. Es gehe so oft wie nur möglich ins Freie oder in die Stadt, um die Heimat zu entdecken: Tierpark, Dicke Marie, Dom und Klosterruine sind nur einige der Ausflugsziele der Rosengarten-Kinder. „Wir waren vor kurzem zum ersten Mal mit dem Zug in Jeeser und sind durch den Wald gewandert. Das hat den Mädchen und Jungen sehr gefallen. Deshalb wollen wir jetzt zu jeder Jahreszeit einen Waldausflug machen“, sagt die Leiterin.

Ihre Stellvertreterin Christine Beyer ergänzt, dass auch sehr auf gesunde Ernährung geachtet werde. „Die Kinder bereiten Frühstück und Vesper selbst zu. Bis auf die ganz Kleinen essen wir alle in unserer Mensa. Wir verwenden in der Kita übrigens für jedes Alter Porzellangeschirr.“ „Wenn was kaputt geht, lernen sie gleich, worauf beim Wegräumen zu achten ist. Das ist einfach sehr lebenspraktisch“, merkt dazu Katja Klutentreter an.

Um die Kleinen in der Einrichtung einzugewöhnen, wird nach dem Berliner Modell gearbeitet. „Bei der Eingewöhnung der Kinder wird der Grundstein gelegt für die Bindung und das Vertrauen zwischen Kind und Pädagogen. Wir im Rosengarten nehmen uns für jeden Neuankömmling viel Zeit“, sagt Beyer. Schnell entdecken die Kinder die zahlreichen Angebote: Die Bewegungsstrecke für Sportler, Ausprobierer, Tober, Mutige, den Bauraum für Planer, Konstrukteure, Abreißer, Denker, Kreative, den Spielraum für Höhlenbauer, Puppenspieler, Musiker und das Außengelände für Kletter- und Sandkönige, Wasser- und Matschexperten, Pfadfinder...

Katja Klutentreter ist froh, dass in ihrem Erzieherteam, alles Frauen, verschiedene Altersklassen vertreten sind. „Es ist konstruktives Zusammenarbeiten, alle ergänzen sich und haben viele kreative Ideen. Außerdem werden in unserer Einrichtung regelmäßig Praktikanten und FSJler beschäftigt und eine rüstige Rentnerin liest den Kindern regelmäßig Märchen und Geschichten vor.“ Kinder ab dem dritten Lebensjahr haben auch die Möglichkeit, an der musikalischen Früherziehung teilzunehmen. Katja Klutentreter und ihr Team wollen „Impulsgeber statt Animateur“ sein. Die Erzieher vertrauen auf die Entwicklungskräfte der Kinder und schaffen einen sicheren Rahmen. Die Eltern wiederum unterstützen das Team bei Festen und Veranstaltungen. „Der Rosengarten ist für die Kinder ein richtiges Paradies. Hier werden sie behütet und zugleich gut aufs Leben vorbereitet“, findet auch der Elternrat.

Übrigens: Auch wenn das Zuhause der Kita schon seit vielen Jahren in der Beimlerstraße ist – es gibt nach wie vor Rosen vorm Haus. „Die hat unser Hausmeister, der Beste der Welt, für uns gepflanzt, damit wir immer an unsere Wurzeln erinnert werden“, sagt die junge Leiterin voller Stolz.

Cornelia Meerkatz

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