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Greifswald Kindeswohlgefährdung: Häufig Hinweise aus Kitas
Vorpommern Greifswald Kindeswohlgefährdung: Häufig Hinweise aus Kitas
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12:29 01.11.2016
Auch wenn die Verletzung nicht gleich sichtbar: Kindern muss man aufmerksam zuhören. Quelle: Foto: Patrick Pleul/dpa
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Greifswald

Verwahrlosung, Körperverletzung und das Benutzen der Kinder für Streitigkeiten bei Trennungen bis hin zu sexueller Gewalt - 500 Mal wurde bislang in diesem Jahr das Jugendamt wegen möglicher Kindeswohlgefährdungen informiert. Dort, wo Gefahr bestand, zögerte das Jugendamt nicht lange: In den ersten zehn Monaten dieses Jahres gab es im Landkreis 142 Inobhutnahmen von Kindern, vorwiegend im Alter von 0 bis fünf Jahre.Im gesamten Jahr 2015 waren es 169 Inobhutnahmen und 650 Meldungen zur möglichen Kindeswohlgefährdung. „Glücklicherweise bestätigt sich in 75 Prozent der Fälle der Verdacht nicht“, sagt Kreissozialdezernent Dirk Scheer (parteilos). Allerdings würde allen Hinweisen durch das Jugendamt nachgegangen. Oft reiche das Angebot einer Hilfe zur Erziehung, um auftretende Probleme in Familien wieder in den Griff zu kriegen. Viele der Hinweise auf Kindeswohlgefährdung kamen nach seinen Worten aus Kindertagesstätten und Schulen. Häufig fallen dort, wo sich die Kinder einen Großteil des Tages aufhalten, zuerst Verletzungen auf, für die es keine plausiblen Erklärungen gibt. Aus diesem Grund wurde von 2013 bis 2016 auch 50 Mal die Greifswalder Rechtsmedizin zur Begutachtung von Kindern hinzugezogen.

Cornelia Meerkatz

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