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Greifswald Kirche der Sinne in Ludwigsburg bei Greifswald
Vorpommern Greifswald Kirche der Sinne in Ludwigsburg bei Greifswald
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16:37 30.11.2018
Mathias Bartoszewski zeigt, wie man in Sand in der Kapelle malen kann, auch Lichtinstallationen gibt es. Quelle: FOTO: Eckhard Oberdörfer
Ludwigsburg

Morgen um 16 Uhr wird die Schlosskapelle in Ludwigsburg nach einer mehrjährigen Sanierung in drei Abschnitten mit einem festlichen Gottesdienst wieder eingeweiht. „Dann gibt es eine kurze Pause mit heißem Apfelsaft im benachbarten Weissenbornschen Mausoleum“, kündigt der ehrenamtliche Küster Detlef Niemann an. Anschließend beginnt ein Konzert, und erstmals werden Besucher erleben, dass aus der im 18. Jahrhundert errichteten Kapelle nunmehr eine „Kirche der Sinne“ geworden ist.

„Wir werden das Konzert mit Orgel und Licht gestalten“, kündigt Elisa Bartoszewski an. „Sehr stimmungsvoll und natürlich mit allen Sinnen.“ Elisa Bartoszewski ist die Kantorin der Kirchgemeinde Kemnitz zu der Ludwigsburg gehört. Sie hatte die Idee für die Kirche der Sinne, die sich als sehr interessant für Fördermittelgeber wie die EU und die Reemtsma-Stiftung erwies.

Mathias Bartoszewski setzte das Konzept der Kirche der Sinne um, das künftig allen Besuchern der Kirche auch unabhängig von Konzerten im Sommerhalbjahr ein besonderes Erlebnis bieten soll. Er ist nicht nur Maler und Bühnenbildner, sondern verwirklicht auch kreative Kunstprojekte. Bartoszewskis haben im Kulturhaus Steinfurth ein umfangreiches Angebot von Projekten und Veranstaltungen sowie zum Kreativurlaub etabliert.

Mit der Kirche der Sinne sollen neue Möglichkeiten der Einkehr auch für nicht-religiöse Menschen entstehen, erläutert Bartoszewski. Zur Eröffnung kündigt der Künstler ungewöhnliche Lichtinstallationen an, bei denen auch die neugotischen Fenster einbezogen werden. Aber es werde auch feste Installationen geben. Da alle Sinne angesprochen werden sollen, ist beispielsweise ein Tastpfad entstanden „Man muss sich hier wirklich konzentrieren und ,den Kopf ausmachen’“, sagt Bartoszewski. Es gibt ferner verschiedene Angebote für Kinder, so können diese beispielsweise in Sand malen. Überhaupt ist eine intensive Zusammenarbeit mit der in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Kindertagesstätte in Loissin vorgesehen.

Auch kleine Ausstellungen sind geplant, zum Start von Werken der Berlinerin Ute Kneissl. „Sie schafft sehr hintergründige Grafiken“, macht Bartoszewski neugierig. Ferner entstanden es als weitere feste Installation drei Hörstationen. An einer können sich Besucher über die Geschichte informieren. An einer anderen wird das Märchen vom „Fischer un sin Fru“ in der niederdeutschen Fassung des Malers Philipp Otto Runge erzählt. Das passt zum Konzept, knüpft es doch daran an, dass die Kapelle eng mit der Romantik verknüpft ist. Ein Freund Caspar David Friedrichs und Runges, Friedrich August von Klinkowström (1778 bis 1835), wurde hier getauft. Der Sohn des damaligen Gutsbesitzers hat zwei Bilder für die Kapelle gemalt.

Detlef Niemann möchte die Kapelle noch stärker als Konzertort etablieren. Er will einen Freundeskreis ohne weitere Verpflichtungen gründen.

Eckhard Oberdörfer

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