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Kirchturm-Aufbau jetzt offizielles Ziel

Wolgast Kirchturm-Aufbau jetzt offizielles Ziel

Die Stadt Wolgast schreibt ihr Entwicklungskonzept fort, um auch künftig von Fördermitteln zu profitieren.

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Auch bei der Gestaltung des Areals vor dem Rungehaus profitierte Wolgast von Fördermitteln der Europiäschen Union.

Quelle: Tom Schröter

Wolgast. Fast eine Milliarde Euro erhält das Land MV bis 2020 aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Stadt Wolgast will sich als Mittelzentrum ihren Anteil an den Fördermitteln sichern. Zudem soll Wolgast in der Kron- und Fischerwiek in den nächsten Jahren von der Städtebauförderung profitieren. Die Bedingung: Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das für die alte Herzogstadt seit 13 Jahren existiert, muss fortgeschrieben werden. Abgabeschluss ist bereits der 30. März.

„Es können am Ende nur die Projekte gefördert werden, die Bestandteil des ISEK sind“, verdeutlicht Barbara Genschow vom Rostocker Planungsbüro Wimes, das die Stadt seit 2002 konzeptionell begleitet.

Damals abgegebene Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung — laut Einwohnermeldeamt verlor die Stadt im Zeitraum von 2000 bis 2013 2063 Personen; die Einwohnerzahl betrug Ende 2013 12665 Personen — und zum nötigen Rückbau von Wohnungen seien glücklicherweise nicht in der vorausgesagten Höhe eingetreten, so Genschow. Daraus ergäben sich zum Beispiel neue Handlungsansätze für die Schul-, Kita- und Spielplatzplanung. Da sich die Zahl der Hochbetagten erhöhen wird, ergebe sich auch im Bereich altersgerechtes Wohnen mit Pflege Erweiterungsbedarf.

Entwicklungsziele wurden für vier unterschiedliche Handlungsfelder erarbeitet. Diese betreffen Stadtkultur und Wohnen, Tourismus, Naturraum und Freizeit, Wirtschaft und Verkehrsinfrastruktur sowie Bildung, Kultur und Soziales. Eine erstellte Projektliste enthält eine Vielzahl von Maßnahmen. Als Schwerpunkte der Stadtentwicklung wurden ermittelt: die Entwicklung der Schlossinsel, die Sanierung der St. Gertrud-Kapelle und der Wiederaufbau des Turmes der St.-Petri-Kirche, die Revitalisierung der Werftbrache am Stadthafen und die Beräumung von brachliegenden Grundstücken im Industriegelände, der Bau eines Parkhauses in der Baulücke an der Bahnhofstraße 1 bis 3 (jetzt Parkplatz), die Aufstockung des Parkplatzes Wilhelmstraße, die Einrichtung eines Verkehrsleitsystems, die Außensanierung der Turnhalle und die Vorplatzgestaltung an der Regionalen Schule an der Baustraße, die Außenanlagen an der Regionalen Schule an der Heberleinstraße sowie die Sanierung des Sportforums.

Die Projektliste liest sich wie ein Wunschzettel. Auch zum Beispiel die Anlage eines Kurparks, die Sanierung mehrerer Kindertagesstätten und des Schulgebäudes am Kirchplatz finden sich dort. Als Planerin Genschow in dieser Woche den Entwurf für das fortgeschriebene ISEK öffentlich vorstellte, äußerten interessierte Wolgaster eigene Ideen und Anregungen. Mehrfach wurde angemahnt, die Baulücke an der Bahnhofstraße 1 bis 3 mit einem attraktiven Gebäude zu schließen, das den Häusern ähnelt, die hier früher standen. Auch die Schaffung von Kulturangeboten für Jugendliche und die Belebung der Ladenzeilen in der Altstadt wurden angeregt. Bürgermeister Stefan Weigler äußerte Verständnis für die Wünsche, sagte aber, dass die Stadt nur für die nötige Infrastruktur sorgen, nicht aber eine Diskothek, ein Kino oder Einkaufsläden betreiben könne. Außerdem entscheide jeder Einzelne mit seinem Einkaufsverhalten über die Entwicklung der Wolgaster Innenstadt mit.

Stichwort: ISEK
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Wolgast stellt seit zwölf Jahren das planerische Steuerungsinstrument für den Stadtumbau und die -entwicklung dar.



2002 wurde im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Stadtumbau Ost“ das erste ISEK für Wolgast erstellt. Der Schwerpunkt lag damals auf Rückbau und Aufwertung im Neubaugebiet. Nach 2005 wurde die Entwicklung der Altstadt verstärkt ins ISEK einbezogen.



Von 2014 bis 2020 erhält das Land Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union. Diese Mittel sollen der Verbesserung der kommunalen Infrastruktur in Ober- und Mittelzentren dienen. Voraussetzung für eine Förderung mit diesen Mitteln ist ein ISEK, auf dessen Grundlage die Stadt Wolgast Projektanträge einreichen kann.

 



Tom Schröter

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