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Greifswald Kita-Kosten für Eltern: SPD-Antrag umstritten
Vorpommern Greifswald Kita-Kosten für Eltern: SPD-Antrag umstritten
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00:05 22.09.2016

Ob sich die Eltern einiger Krippenkinder über eine Deckelung der Beiträge ab 2017 freuen können, bleibt ungewiss. Ein entsprechender Vorstoß der Fraktionen SPD und Linke wurde im Sozialausschuss befürwortet, im Finanzausschuss aber abgelehnt. Das endgültige Votum soll die Bürgerschaft am 6. Oktober fällen.

Worum geht’s? Die Stadt Greifswald bekommt ab diesem Jahr jährlich 140000 Euro zusätzlich für Kindertagesstätten. Die Summe stammt aus dem gescheiterten Betreuungsgeld. Dieses Vorhaben der Bundesregierung war vom Verfassungsgericht gekippt worden, das dafür eingeplante Geld wird über die Länder auf die Kreise und Gemeinden verteilt.

SPD und Linke schlagen vor, damit die Elternbeiträge bei Ganztagskrippenplätzen zu bezuschussen, die teurer als 300 Euro monatlich sind. „Gerade im Eigenbetrieb Hansekinder liegen sie maßgeblich über 300 Euro. Wir wollen verhindern, dass sie durch die Decke schießen“, sagt René Lenz, der für die SPD im Sozialausschuss sitzt. Profitieren würden die Eltern aller elf städtischen Hansekinder-Kitas und von vier Kitas in freier Trägerschaft. Die städtischen sind mit Abstand am teuersten. Die günstigste Hansekinder-Kita ist die Samuil Marschak mit 339 Euro monatlich, die teuerste die Kita Inselkrabben mit 353 Euro (je Krippe ganztags).

Dass die Eltern unterschiedlich profitieren sollen, irritiert Mathias Archut, der für die Kompetenz für Vorpommern im Sozialausschuss sitzt. „Es erscheint mir nicht gerecht, dass der eine 20 Euro, der andere 50 Euro bekommt“, sagt er.

Die CDU lehnt den Vorschlag gänzlich ab. „Das komplette Geld sollte in die Verbesserung der Qualität fließen“, sagt CDU-Ausschussmitglied Christian Weller. Sein Antrag wurde jedoch abgelehnt. Auch SPD und Linke wollen einen Teil des Geldes in Qualität investieren. Und zwar jenen, der übrig bleibt, wenn bei den Ganztagskrippenplätzen der Betrag, der 300 Euro überschreitet, bezahlt ist.

Wie hoch dieser Betrag ist, lässt sich laut SPD-Bürgerschaftsmitglied Erik von Malottki aber nicht berechnen. Denn die in Frage kommenden Eltern müssten einen Antrag stellen. „Wie viele das tun, wissen wir nicht“, sagt von Malottki. Carola Felkl, Leiterin des Sozialamtes, meint, es fehle an Personal, solche Anträge zu bearbeiten.

kat

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