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Klasse 6 und dann? Eltern und Schüler stehen vor großer Entscheidung

Greifswald Klasse 6 und dann? Eltern und Schüler stehen vor großer Entscheidung

Die OZ stellt in einer Serie alle weiterführenden freien und staatlichen Schulen in und um Greifswald vor

Greifswald. Nur noch wenige Monate, dann stehen die Sechstklässler und ihre Eltern vor der wichtigsten Frage in diesem Schuljahr: Wohin geht es ab Klasse 7? Spätestens mit den Halbjahreszeugnissen müssen sich die Familien entscheiden: Regionalschule, Integrierte Gesamtschule oder Gymnasium? Eine staatliche Schule oder die eines freien Trägers? Bis 1. März 2017 sollte der Antrag um Aufnahme des Kindes bei der Wunschschule eingegangen sein. Es sei denn, dass kein Schulwechsel stattfinden soll, weil der Schüler beispielsweise in der Integrierten Gesamtschule verbleibt.

 

OZ-Bild

Aufsätze schreiben, Vokabeln pauken, sportliche Höchstleistungen erzielen, Theater spielen, Feste feiern: Der Alltag in Schulen ist bunt, fordert und fördert Kinder. Doch wo gibt es Unterschiede? Die neue Serie klärt auf.

Quelle: Fotos: Oz-Archiv

Um bei dieser wichtigen Entscheidung behilflich zu sein, startet die OSTSEE- ZEITUNG eine neue Serie. Wir wollen in den kommenden Wochen alle weiterführenden Schulen in und um Greifswald vorstellen:

Was ist das Besondere an der Fischerschule? Womit kann das Jahngymnasium bei Schülern und Eltern punkten? Worauf beruht der stetig wachsende Zulauf zu Schulen in freier Trägerschaft? Wer pflegt welche Kooperationen mit Firmen oder Institutionen? Und wohin führen Studienfahrten? All diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir nachgehen.

Kreiselternratsvorsitzende Claudia Metz ist gespannt und freut sich auf die Schulserie, „denn allzu oft werden Eltern mit Informationen und Angeboten überschüttet. Eine Übersicht mit vergleichbaren Kriterien zu erhalten, ist deshalb sinnvoll.“ Metz erhofft sich von der Serie, dass Eltern, die für ihr Kind bislang nur das Gymnasium im Blick haben, auch andere Möglichkeiten wahrnehmen und dann gemeinsam mit ihrem Kind die richtige Wahl treffen. Für manche Kinder sei die Integrierte Gesamtschule oder Regionalschule die bessere Wahl. „Zumal ihnen der Weg zum Abitur danach immer noch offensteht“, betont Metz. Denn am Fachgynmnasium einer beruflichen Schule können Schüler mit dem Abschluss „mittlere Reife“ ebenfalls die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife erlangen.

Das sieht Nils Kleemann, Leiter der Montessorischule Greifswald, ähnlich. „Lieber eine gute mittlere Reife als ein schlechtes Abitur“, sagt er. Manche Schüler absolvierten das Abitur, ohne zu wissen wozu. Indem man ihnen Perspektiven eröffne, könne man auch die Vorteile eines Regionalschulabschlusses aufzeigen. Zumal Ansprüche an Azubis immer höher würden.

Aber wie ist das eigentlich? Darf ein Schüler, der nach der 6. Klasse keine Schullaufbahnempfehlung fürs Gymnasium erhält, trotzdem diesen Bildungsweg wählen?

„Ja“, sagt Ulf Burmeister, Leiter des Humboldtgymnasiums, denn die Entscheidung darüber liege in Mecklenburg-Vorpommern bei den Eltern. Es sind keine Zensurendurchschnitte vorgeschrieben. Allerdings:

Sofern man sich entgegen der Schullaufbahnempfehlung für den Besuch des Gymnasiums entscheidet, gilt das erste Halbjahr der Jahrgangsstufe 7 als Probezeit. „Das ist bestanden, wenn der Schüler zum Halbjahr Klasse 7 in allen Fächern mindestens die Note 4 erreicht“, erklärt Burmeister. Im aktuellen Schuljahr hatten 30 Prozent der Siebtklässler am Humboldtgymnasium keine Empfehlung für diesen Bildungsgang. „Im Durchschnitt“, so Burmeister, „schaffen zwei oder drei Schüler das Probehalbjahr nicht.“ Später, bei den Abiturprüfungen, sehe es ähnlich aus: Im Durchschnitt würden zwei Schüler an den Prüfungen scheitern. Im Sommer 2016 waren es mit vier Schülern relativ viele, die keine Hochschulreife erzielten.

Klassenstärke

und Schulgeld

Mal abgesehen vom angestrebten Schulabschluss: Welche Überlegungen sollten bei der anstehenden Schulwahl noch eine Rolle spielen? Die angebotenen Fremdsprachen? Immerhin gibt es da durchaus Unterschiede. Während das Humboldtgymnasium zum Beispiel Spanisch ab Klasse 7 anbietet, können Jahngymnasiasten diese Sprache erst ab Klasse 10 erlernen. Dort hingegen können die Neuankömmlinge wählen, ob sie Französisch, Latein oder Schwedisch pauken möchten. Und wie sieht es damit bei den freien Trägern aus, was spricht neben den kleinen Klassen noch für diese Schulen? Immerhin: Während im staatlichen Humboldtgymnasium bis zu 30 Schüler in einer Klasse sitzen, sind es am privaten Ostseegymnasium maximal 20.

Auf der anderen Seite zahlen Eltern an die freien Träger Schulgeld. Deren Höhe fällt recht unterschiedlich aus: An der Martinschule müssen Eltern monatlich 170 Euro zahlen (ab Klasse 5, im Grundschulbereich ist es preiswerter). Am Ostseegymnasium hingegen werden 270 Euro fällig, darin enthalten sind allerdings auch Mittagessen und die Ganztagsbetreuung. All diesen und anderen Details spüren wir in der OZ-Schulserie nach.

Besser noch: Sämtliche Daten werden demnächst auch online in unseren OZ-Schulnavigator eingepflegt. Das passiert landesweit. Unser Ziel: Der Schulnavigator ist sowohl Ratgeber für Familien, die eine Schule suchen, als auch Plattform für Schulen, Schüler, Eltern und Lehrer, um sich und ihre tägliche Arbeit darzustellen.

Die weiterführenden Schulen in und im Greifswald

In unserer Serie wollen wir in den kommenden Wochen folgende Einrichtungen in und um Greifswald vorstellen:

Schlossgymnasium Gützkow

Integrierte Gesamtschule

„Erwin Fischer“

Regionale Schule

„Ernst Moritz Arndt“

Regionale Schule

„Caspar David Friedrich“

Gymnasium

„Alexander von Humboldt“

Gymnasium „Friedrich Ludwig Jahn“

Montessorischule (Integrierte Gesamtschule mit Oberstufe im Aufbau)

Ostseegymnasium (Grundschule mit Orientierungsstufe und Oberstufe)

Evangelsiches Schulzentrum

„Martinschule“ mit Oberstufe

Freie Waldorfschule mit Oberstufe

Regionale Schule

„Schule am Bodden“ Neuenkirchen

Regionale Schule

„Am Teufelstein“ Lubmin

Peenetalschule Gützkow

(Regionale Schule)

Schulkriterien

Für einen Vergleich der weiterführenden Schulen sollen die einzelnen Folgen unserer OZ- Schulserie immer wiederkehrende Punkte und Kriterien enthalten. Neben dem Standort, Unterrichtszeiten, möglichen Bildungsabschlüssen, Trägerschaft und aktuelle Schülerzahl gehören dazu zum Beispiel auch besondere Angebote, die Essensversorgung, der Zustand und die Ausstattung der Schulen, die Aufnahmekapazität in Klassenstufe 7, Fremdsprachen und die Höhe des Schulgeldes.

Petra Hase

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