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„Klassen mit 20 Kindern wären optimal“

Greifswald „Klassen mit 20 Kindern wären optimal“

Große Klassen, mangelnder Platz, zu wenig Integrationshelfer und Personal mit sonderpädagogischer Aufgabenstellung. Schulen stehen heutzutage vor großen Aufgaben.

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Greifswald. Große Klassen, mangelnder Platz, zu wenig Integrationshelfer und Personal mit sonderpädagogischer Aufgabenstellung. Schulen stehen heutzutage vor großen Aufgaben. Erst recht in Greifswald, wo die Schülerzahlen stetig steigen.

Die Kollwitzschule etwa musste vier erste Klassen eröffnen, obwohl sie eigentlich nur dreizügig konzipiert ist. Dasselbe trifft auf die Greifschule in Schönwalde I zu. Zwar gebe es in den Klassen mit derzeit je 24 Schülern theoretisch noch Luft nach oben, räumt Schulleiterin Beate Hennings ein. Doch pädagogisch sinnvoll sei das nicht. „Wir haben Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Kinder nichtdeutscher Herkunft, wir haben Begabte und Hochbegabte, Lernschwache und Kinder, die einfach ganz normal lernen“, sagt Hennings. Hier wird die vom Land geforderte Inklusion also längst gelebt, obwohl die räumlichen und personellen Voraussetzungen nicht optimal sind. Laut Schulentwicklungsplanung des Kreises fehlen in der Greifschule (wie überhaupt in allen fünf kommunalen Grundschulen) Klassen-, Fach- und Förderräume. Und weil das Gelände für 300 bewegungsfreudige Kinder nicht groß genug ist, „haben wir jetzt schon geteilte Hofpausen“, verdeutlicht Hennings den Platzmangel. Ein weiteres Problem: Nicht für alle Schüler gebe es einen Hortplatz. Das Institut für Lernen und Leben (ILL), das als Partner in der oberen Etage die Betreuung anbietet, hat nur Platz für knapp 200 Kinder. „Im weiterführenden Bereich ab Klasse 5 gibt es die Ganztagsschule. Doch die Kleinen haben kein Anrecht auf einen Hortplatz. Da läuft etwas schief“, kritisiert Schulleiterin Hennings.

Auch Roland Müller, Leiter der Weinertschule, betrachtet die Situation in seinem Haus mit Sorge: „Wir kommen an Grenzen, die das verträgliche Maß übersteigen“, sagt er und hält Klassen mit 20 Kindern für optimal. Doch die Realität sieht anders aus. In der Krullschule lernen gar 28 beziehungsweise 29 Erstklässler in einer Gruppe.

ph

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