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Kleine Kapelle als touristisches Kleinod

Jarmshagen Kleine Kapelle als touristisches Kleinod

Die Kirche in Jarmshagen wurde um 1800 errichtet. Zu Weihnachten drängen sich über 100 Besucher ins Gebäude.

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Die Kapelle in Jarmshagen ist ein touristisches Kleinod. Das Gebäude wurde um 1800 errichtet.

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Jarmshagen. Sie ist das Kleinod der Gemeinde Wackerow: Die unter Denkmalschutz stehende Kapelle in Jarmshagen. Errichtet wurde sie um 1800 aus Ziegelfachwerk. Die rechteckige Kapelle ersetzte damit einen älteren Vorgängerbau aus dem 17. Jahrhundert. Auffällig sind an dem kleinen Gebäude das abgewalmte Satteldach an der Ostseite, der westliche Giebelreiter und die an beiden Längsseiten hoch angeordneten gekuppelten Fenster. Die Wetterfahne stammt aus dem Jahr 1800.

Touristen und Einheimische finden gleichermaßen den Weg nach Jarmshagen, weiß Wackerows Bürgermeister Manfred Hering. Konzerte oder das alljährlich von Kindern aufgeführte Krippenspiel am Heiligabend sorgen für einen übervollen Kirchenraum. „Eigentlich ist im Innern der Kapelle nur für knapp 70 Menschen Platz, aber zu solchen Anlässen quetschen sich auch mal weit über 100 ins Kirchenschiff“, berichtet Hering.

Bewundert werde von den Besuchern auch die Altarschranke von 1644, die mit ausgesägten Balustern versehen ist. 1999 wurde das Gestühl der Jarmshäger Kapelle erneuert. Dazu verwendete man die Gestühlswangen aus dem 17. Jahrhundert wieder. Hering verweist darauf, dass es drei wertvolle Bilder in der kleinen Kirche zu besichtigen gäbe: ein Tafelbild mit Abendmahl und Kreuzigung aus der Zeit um 1650 sowie zwei Gemälde mit Evangelisten aus dem 17. Jahrhundert. „Auf dem Kirchhof können außerdem mehrere Grabwangen aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewundert werden. Bei der Wiederaufstellung hat die Gemeinde Unterstützung gegeben“, schildert der Bürgermeister.

Liebevoll gepflegt wird noch immer das Grab der Polin Maria Tryczynski, die beim Bombenabwurf im April 1944 aus Groß Petershagen als Einzige ums Leben kam. Die Zwangsarbeiterin hatte im Ort die Liebe ihres Lebens gefunden. Verwandte der Frau halten Kontakt zur Gemeinde und rechnen es dem Bürgermeister hoch an, dass Maria nicht vergessen ist.

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