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Klettern ohne Gurt und Seil

Greifswald Klettern ohne Gurt und Seil

Freizeitsportverein „Greifsbloc“ eröffnete Kletterhalle mit neuen Schwierigkeitsgraden

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Die Routen in der Kletterhalle bieten ganz unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Quelle: Fotos: Peter Binder (3)/ Petra Hase (1)

Greifswald. Eigentlich hat Jule Zatloukal Höhenangst. Doch so ein „Bloc“ in einer ehemaligen Fabrikhalle hat auf den ersten Blick nur wenig mit einer respekteinflößenden, steilen Felswand im Gebirge zu tun. Frisch gewagt, ist halb gewonnen. Deshalb ist die 21-Jährige nach ihren ersten Kletterversuchen in Greifswalds Boulderhalle ganz begeistert: „Es macht wirklich super Spaß. Aufgrund der geringen Höhe ist es besser als normales Klettern“, sagt die Greifswalder Medizinstudentin.

OZ-Bild

Freizeitsportverein „Greifsbloc“ eröffnete Kletterhalle mit neuen Schwierigkeitsgraden

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Gemeinsam mit Freunden nutzte sie das Wochenende zum Besuch der vom Freizeitverein „Greifsbloc“ neu eröffneten Halle an der Grimmer Straße. „Nach zweimonatiger Schließung und intensiver Bauzeit starten wir jetzt auf einer größeren Fläche mit weiteren Routen in fünf Schwierigkeitsgraden“, sagt Gustav Subklew vom Vorstand des Vereins. Der 30-jährige Student entdeckte seine Liebe fürs Klettern vor Jahren im Elbsandsteingebirge, als er noch in Dresden wohnte. Nach dem Umzug in den Norden fehlte ihm der Sport. Wie sich herausstellte, war er in Greifswald nicht der einzige mit dieser Leidenschaft. Mit Gleichgesinnten suchte er 2015 nach einem passenden Objekt, fand es in der Grimmer Straße. Sie gründeten einen gemeinnützigen Verein und errichteten den ersten Part der Boulderhalle.

Bouldern gilt als kraftvollste und dynamischste Form des Kletterns. Durch die geringe Höhe der Routen – in Greifswald sind es gut vier Meter – benötigen die Aktiven weder Gurt noch Seil als Sicherung. Das Klettern reduziert sich auf das Wesentliche – Bewegung mit höchster Muskelanspannung. „Ursprünglich an Felsblöcken in Frankreich entstanden, ist der Sport seit langem auch in Deutschland etabliert“, erzählt Gustav Subklew. In Berlin etwa gebe es mehrere Hallen, die kommerziell geführt werden. In MV ist es bislang eine: Georg Hasselberg hat sie unter dem Namen „45 Grad“ im Oktober vorigen Jahres in Rostock nahe der ehemaligen Neptunwerft eröffnet. Mit dem Start sei er zufrieden, verrät der 31-Jährige, der am Sonnabend die Greifswalder Halle testete: „Ich bekomme ein gutes Feedback.“ Die Fangemeinschaft werde immer größer. Ausdruck dafür sei auch, dass Bouldern im Jahr 2020 olympisch werde.

Mit derlei Wettkämpfen liebäugelt Kristin Höchel zwar nicht, doch Klettern als Freizeitsport findet die Medizinstudentin durchaus „cool“. Schon vor dem Um- und Ausbau der Halle wagte sie sich an den künstlichen Fels. „Doch jetzt ist es viel schöner. Mehr Routen, mehr Platz, auch das Plateau ist toll“, lobte sie die Macher.

Ingo Bruder indes schaute das erste Mal bei den Bouldern vorbei: „Ich hatte in der OZ von der Eröffnung der Halle gelesen“, sagte der 53-jährige Greifswalder. Er selbst sei fürs Klettern zwar nicht geschaffen, doch für seine Tochter Annelie konnte er sich das sehr gut vorstellen. Die Zehnjährige fing schnell Feuer und hatte den Dreh ebenso wie ihre Freundin Lia ruckzuck raus, den Bloc an den farbigen Griffen zu erklimmen. „Coole Sache“, meinte Annelie und kann sich vorstellen wiederzukommen.

Der Eintritt läuft übrigens zurzeit noch auf Spendenbasis. „Das funktionierte bisher ganz gut“, sagt Vorstandsmitglied Elena Hussy. Bei anhaltendem Interesse baut der Verein jedoch auf Mitgliedschaft, um Kosten wie Hallenmiete abdecken zu können.

Die Kletterhalle

Der Verein Greifsbloc hat eine Halle in der Grimmer Straße 11-14 gemietet, sie befindet sich zwischen den Einkaufsmärkten Rewe und Netto im hinteren Teil des Areals. Geöffnet ist die Boulderhalle montags 16-20 Uhr, dienstags 19-22 Uhr (für Kinder mit Erziehungsberechtigten 17-19 Uhr), mittwochs 10-12 und 18-20 Uhr, donnerstags 16-22 Uhr, freitags 10-12 und 16-20 Uhr, sonntags 16-18 Uhr. Mehr Infos im Internet: greifsbloc.

Petra Hase

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