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Greifswald Klimaschutz: Stadt ist Leuchtturm
Vorpommern Greifswald Klimaschutz: Stadt ist Leuchtturm
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00:05 15.07.2016
Staatssekretär Gunther Adler, Klimaschutzbeauftragter Michael Busch, Baudezernent Jörg Hochheim, Michael Haufe von der Umweltabteilung und Masterplan-Manager Stephan Braun. Quelle: bmub

Als einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern erhält Greifswald vom Bund den Zuschlag für einen „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“. Die Universitäts- und Hansestadt gehört damit zu insgesamt 22 Städten bundesweit, die für dieses Projekt ausgewählt wurden, heißt es aus dem Rathaus.

Gestern fand für die neue Kampagne in Berlin die Auftaktveranstaltung statt, bei der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) die ausgewählten Städte auszeichnete. Mit dabei war auch eine Greifswalder Delegation unter Leitung von Bausenator Jörg Hochheim (CDU). „In Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz steht unsere Stadt auch im nationalen Vergleich gut da“, betont der Vize-OB. Die Aufnahme in das Förderprogramm sei deshalb auch eine Bestätigung für das Klimaschutzbündnis „Greifswald 2020“. „Dank der Unterstützung durch die Bundesregierung können wir unsere bisherigen Erfolge und Anstrengungen im Klimaschutz fortsetzen“, erklärt Hochheim.

Das Bundesumweltministerium selbst spricht von der „Königsdisziplin des kommunalen Klimaschutzes“. Mit dem „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ würden Kommunen gefördert, die ihre Treibhausgasemission bis 2050 um 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 senken wollen. Zudem werde überprüft, ob eine Senkung des Energiebedarfs in Greifswald um 50 Prozent in dem gleichen Zeitraum möglich ist. „Um dieses ambitionierte Ziel erreichen zu können, ist es erforderlich, dass bereits heute die Weichen für diese Entwicklung gestellt werden und die Einwohner, Unternehmen und Organisationen in Greifswald dabei an einem Strang ziehen“, sagt der Baudezernent. Deshalb solle nach einer einjährigen konzeptionellen Phase mit der begleitenden Umsetzung des Masterplans begonnen werden.

Der Bund will mit den Masterplan-Kommunen Leuchttürme des nationalen Klimaschutzes schaffen, an denen sich andere Orte orientieren können. Das Vorhaben in Greifswald werde deshalb zu 95 Prozent aus Bundesmitteln finanziert, nur fünf Prozent der Kosten seien durch die Stadt selbst zu tragen. Die Förderung erstrecke sich über einen Zeitraum von vier Jahren. Greifswald erhalte für die Aufstellung des Masterplans über vier Jahre verteilt insgesamt 389000 Euro.

Die Greifswalder Bürgerschaft hatte 2010 ein Klimaschutzkonzept für die Hansestadt beschlossen. Darin setzte sie sich das Ziel, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 14 Prozent gegenüber 2005 zu senken. Zur Umsetzung verschiedener Aktivitäten wurde das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020 gegründet, dem die Stadtverwaltung, Unternehmen, die Universität und weitere Einrichtungen mit hohem Energieverbrauch angehören.

OZ

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