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00:00 20.06.2016

Was hat dich zu deinem Studium geführt?

Isabelle: Mein Charakter.

Das musst du genauer erklären.

Isabelle: Ich habe schon immer viel nachgedacht, über mich selbst und andere Menschen. Wie sie sich verhalten, warum sie so handeln. Außerdem ist es mir wichtig, Probleme zu lösen;

in einer Art, die über bloßes „Ich fühle mit dir“ hinausgeht. Schon immer sind Leute mit ihren Sorgen an mich herangetreten. Mir wird oft gesagt, dass ich vertrauenswürdig wirke.

Wann hast du dich konkret für das Psychologiestudium entschieden?

Isabelle: Vor fünf Jahren. Damals studierte ich Medizin. Das war nicht meine Welt, aber ich habe erst nach drei Jahren den Mut gehabt, alles abzubrechen und das zu tun, was mir wirklich Spaß macht.

Bist du jetzt glücklich?

Isabelle: Absolut!

Was erwartet dich nach der Uni?

Isabelle: Eine Therapeutenausbildung. Die funktioniert ähnlich wie ein duales Studium und läuft zwei Jahre. Man absolviert viele Praxisstunden und wird auch selbst therapiert.

Besonders interessiert mich die Verhaltenstherapie, da gibt es einige spannende Methoden.

Die Psychologie sehen viele als etwas unheimlich an . . .

Isabelle: Oft bekomme ich Sätze zu hören wie „Oh mein Gott, dann analysierst du mich ja jetzt dauernd“ oder „Da muss ich ja aufpassen, was ich sage“. Wir haben doch keinen Röntgenblick und stecken die Patienten auch nicht in Schubladen! Zum Therapeuten zu gehen ist auch immer noch ein unglaubliches Stigma und wird als Schwäche angesehen. Dabei ist dies ein sehr selbstbewusster Schritt. Man beschließt, aktiv ein Problem zu lösen, um eine bessere Lebensqualität zu erhalten. Das erfordert Mut.

OZ

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