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Kommt endlich das Ende des Exils für den Club 9?

Greifswald Kommt endlich das Ende des Exils für den Club 9?

Das Heizhaus der alten Unibibliothek ist derzeit der Standortfavorit

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Im früheren Heizhaus der Alten Unibibliothek soll der Club 9 nach fast fünf Jahren eine neue Heimat finden.

Quelle: Foto: Eckhard Oberdörfer

Greifswald. Der Studentenclub C9 soll endlich einen neuen Standort bekommen. Die traditionsreiche Greifswalder Freizeiteinrichtung befindet sich seit Januar 2013 im Exil und hat kein festes Domizil.

„Wunschziel für die Eröffnung des neuen C9 ist der Beginn des Wintersemesters 2017/18“, sagt Hochschulsprecher Jan Meßerschmidt. Das hatte Rektorin Johanna Weber auch auf Anfrage von Studenten bei der Anhörung vor ihrer Wiederwahl im Dezember vergangenen Jahres angekündigt. Schon vor ihrer ersten Amtseinführung 2012 sagte sie die Unterstützung der Studentenkultur und den Erhalt des C9 zu.

Allerdings wird der Traditionsclub nicht in das ehemalige Röntgenarchiv der Kinderklinik in der Soldmannstraße ziehen, sondern in das frühere Heizhaus der Alten Unibibliothek in der Rubenowstraße.

Das Röntgenarchiv war ab Januar 2014 bis weit in das Jahr 2016 der Favorit.

„Der Umbau des Röntgenarchivs ist zu teuer“, begründet Meßerschmidt. „Das Gebäude in der Soldmannstraße steht unter Denkmalschutz und ist offenbar vom Grundriss her schon ungeeignet für das, was gewünscht und notwendig ist.“ Die Räume seien sehr klein, auch gebe es nur eine schmale, alte Holztreppe, nennt er Gründe für die Trennung von der ursprünglichen Variante. Für die Herrichtung des Heizhauses in der Rubenowstraße sei eine Kostenschätzung beauftragt worden, ein Ergebnis liege noch nicht vor.

Ein Blick zurück: Akündigungen, dass das Röntgenarchiv unter Beteiligung des C9 2015 hergerichtet werde, erfüllten sich zwar nicht. Aber im August 2016 schien alles für den baldigen Umbau zum Studentenclub zu sprechen.

Das Rektorat der Hochschule, der damalige Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) und das Studentenwerk (jetzt Studierendenwerk) verkündeten eine einvernehmliche Lösung: Die Universität als Eigentümerin des ehemaligen Röntgenarchivs in der Soldmannstraße saniert das Gebäude. Anschließend sollten Studierendenschaft und C9 mit der Hochschule einen Vertrag zur künftigen Nutzung abschließen. Das Studierendenparlament gab dafür einstimmig grünes Licht. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) sollte den Vertrag erarbeiten.

Laut dieser Einigung sollten Uni, das für die Studentenkultur mit zuständige Studentenwerk und die Studierendenschaft alles in allem 340000 Euro aufbringen. Diese Summe war beisammen. Erste Schätzungen waren noch von Kosten in Höhe von nur 180000 Euro ausgegangen. Laut der Einigung vom August 2016 sollte die Studierendenschaft das Risiko etwaiger Kostensteigerungen allein tragen.

Andererseits hätte das Gebäude gemäß dieser Übereinkunft nur mit Zustimmung der Studierendenschaft anders als für einen Studentenclub genutzt werden dürfen.

Der um 1970 als FDJ-Studentenclub gegründete C9 ist nach dem Geologenkeller der zweitälteste Studentenclub. Sein Name erinnert an die Entstehung im Studentenwohnheim Beimlerstraße 9, heute Max-Kade-Haus. Dieses Gebäude mussten die Studenten vor dessen Sanierung räumen. Die letzte der legendären Dienstagspartys fand im März 2005 statt. Nach fünf Jahren im Exil fand der Club im September 2010 eine neue Bleibe im alten Heizhaus der früheren Universitätskliniken in der Hunnenstraße. Doch Ende 2012 war auch hier Schluss. Der C9 musste das Gebäude verlassen, weil der Umbau der Gebäude Loeffler-/Hunnenstraße zum neuen Geistes- und sozialwissenschaftlichen Campus begann. Das frühere Heizhaus ist Teil der neuen Mensa, die in diesem Jahr eröffnet werden soll. Ein erster von der Uni angebotener Ausweichstandort, das Heizhaus der alten Frauenklinik in der Wollweberstraße, erwies sich als ungeeignet.

Die Mitstreiter des C9 veranstalten aktuell Partys in anderen Clubs. Weder der Club noch der Asta-Vorsitzende Fabian Schmidt äußerten sich auf Anfrage der OZ zum neuen Sachstand.

Eckhard Oberdörfer

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