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Greifswald Koserower missbraucht Stieftochter 331 Mal
Vorpommern Greifswald Koserower missbraucht Stieftochter 331 Mal
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07:50 19.07.2016
Immer wieder müssen sich die Behörden mit Kindesmissbrauch auseinandersetzen, bei dem Koserower sogar in besonders schwerem Fall. Quelle: Volkmar Schulz/keystone
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Greifswald/Koserow

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs wurde ein Koserower durch das Landgericht Stralsund zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 57-Jährige hatte vier Jahre lang, von 2012 bis zum Januar dieses Jahres, 331 Mal seine Stieftochter missbraucht. Die Zahl, so erläuterte sein Pflichtverteidiger, der Greifswalder Rechtsanwalt René Neumeister, stellen eine rein rechnerische Größe dar, da sich der Mann nicht genau erinnern konnte. Die sexuellen Handlungen erfolgten immer dann, wenn die Mutter des Opfers und Lebensgefährtin des Mannes mit der älteren Tochter zu einem Tanzkurs war. Der Missbrauch erfolgte im Eigenheim, in dem die Familie wohnte, in einem Bungalow, im Carport und im Wald. Da der Mann während der Verhandlung geständig war, musste die heute 14-Jährige nicht vor Gericht aussagen. Brisant: Während der Verhandlung gestand der Mann, sich auch an der älteren Schwester seines Opfers vergangen zu haben. Der Mann ist voll schuldfähig und nicht pädophil. Die Staatsanwaltschaft hatte für den schweren sexuellen Missbrauch fünf Jahre und neun Monate Haft gefordert. Da die Strafe des Gerichtes höher ausgefallen ist, wird das Urteil nicht rechtskräftig. Der Koserower hat entschieden, in Revision zu gehen.

Cornelia Meerkatz

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