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Greifswald Kräftig um den Finger gewickelt
Vorpommern Greifswald Kräftig um den Finger gewickelt
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00:05 06.04.2016
Carsten Schöning (r.) durfte als fünfmillionster Besucher den Riesenkraken im Ozeaneum in Stralsund füttern. Quelle: Stefan Sauer

Schlupp! Blitzschnell fuhr der Pazifische Riesenkrake des Ozeaneums einen Fangarm aus und saugte sich an der Hand von Carsten Schöning fest. Der Eutiner nahm es mit Humor. Auch seine Frau Ute konnte sich kaum vor Lachen halten, als sie einen Saugnapf nach dem anderen von ihrem Finger lösen musste, nur damit sich ein anderer Fangarm schnell um den nächsten Finger wickelt und sich dort wieder festsaugt.

Ziemlich schlau

„Kraken und Konsorten“ lautet das Jahresthema des Ozeaneums.

800 Arten von Kopffüßern sind heute bekannt. Kraken haben acht, Kalmare zehn Arme.

Die Tintenfische sind nicht nur ziemlich clever, sondern können auch Tintenwolken produzieren, um ihre Feinde zu verwirren, während sie selbst die Flucht ergreifen.

Kurz zuvor standen die Schönings mit ihren Kindern Helen und Liam völlig überrascht dem Geschäftsführer des Ozeaneums, Harald Benke, gegenüber, der die Familie als fünfmillionste Besucher des Hauses begrüßte. Eigentlich ist es der 44-jährige Carsten Schöning gewohnt, für das ZDF hinter der Kamera zu stehen. Doch nun war er mit der Familie der Mittelpunkt des Medieninteresses.

„Ausgangspunkt für unseren Besuch des Ozeaneums war, dass unsere Tochter Helen einmal Meeresbiologie studieren möchte“, sagt Ute Schöning. Dieser Wunsch kommt bei der 14-Jährigen nicht von ungefähr, schließlich lebt die Familie an der Ostsee und ist mit dem Meer verbunden. „Ich interessiere mich sehr dafür und bin fasziniert von der Unterwasserwelt. Ich will unbedingt bald Praktika in diese Richtung machen.“

Dieser Wunsch dürfte sich gestern noch gefestigt haben. Denn passend zum Jahresthema „Kraken und Konsorten“ bekam sie ein T-Shirt, ein Gesellschaftsspiel und ein Fachbuch. Doch das Beste war wohl, dass Aquarienleiter Alexander von den Driesch die vierköpfige Familie hinter die Kulissen des Ozeaneums führte und sie dort den Kraken „Strakan“ füttern und, wer Mut hatte, auch anfassen durften.

Strakan gehört übrigens zu den Youngstern, wie es der Aquarienleiter ausdrückte. Zwei Jahre ist das imposante und faszinierende Tier alt. „Das war cool. Es hat nur ein bisschen gedrückt, als er sich festsaugte“, sagte Liam (12) hinterher begeistert. Und das war auch Harald Benke selbst: „Dass fünf Millionen Gäste unser Museum innerhalb von acht Jahren besucht haben, macht mich stolz.“ Nach der ganzen Anfangsaufregung machten die Schönings erst einmal einen entspannten Rundgang durch die Ausstellungen.

Von Miriam Weber

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